Coronavirus
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
THEMENBILD --- ZUR WIEDERAUFNAHME VON GROSSVERANSTALTUNGEN UNTER STRENGEN CORONA-AUFLAGEN --- Zuschauer mit Schutzmasken bei einem Konzert des Sinfonieorchesters unter dem Titel

Zuschauer mit Schutzmasken an einem Konzert des Sinfonieorchesters in der Tonhalle St. Gallen. Die Kulturbranche leidet enorm unter der Corona-Pandemie. Bild: keystone

Corona-Erwerbsersatz und Notkredit: Wer jetzt noch Geld vom Bund kriegt

Bereits während der ersten Corona-Welle hat die Wirtschaft gelitten. Der Bund griff damals vielen Unternehmen finanziell unter die Arme. Doch wie sieht die Situation jetzt aus? Die 5 wichtigsten Fragen.



Können Firmen noch immer vereinfacht Kurzarbeit beantragen?

Bis Ende Dezember 2020 will der Bundesrat Arbeitgebende weiterhin schnell und unkompliziert unterstützen. Unternehmen, die vorübergehend ihre Arbeit reduzieren müssen, können bis Ende Jahr Kurzarbeit im vereinfachten Verfahren beantragen.

Ab dem 1. September gilt jedoch wieder eine maximale Bewilligungsdauer der Kurzarbeit von drei Monaten. Wer eine ältere Bewilligung hat, muss diese neu beantragen. Zudem gilt neu eine Höchstbezugsdauer von 18 Monaten (statt zwölf).

>>> Alle aktuellen Entwicklungen der Corona-Pandemie im Live-Ticker

Kurzarbeit können Arbeitgebende grundsätzlich beantragen, wenn sie entweder durch behördliche Massnahmen (Lockdown) eingeschränkt wurden oder aufgrund von wirtschaftlichen Gründen (Rückgang des Umsatzes).

Kann man noch Notkredite beziehen?

Wer von der Corona-Pandemie finanziell schwer betroffen war, konnte zwischen dem 26. März und dem 31. Juli vom Bund verbürgte Überbrückungskredite in Anspruch nehmen. In dieser Zeit wurden rund 135'304 Kredite beantragt. Der grösste Teil der Anfragen (17.1%) kam aus dem Kanton Zürich. Am häufigsten beantragte die Gastronomie (10.3%), gefolgt von der Baubranche (9.5%) und dem Detailhandel (8.7%) Notkredite.

Aktuell können keine Notkredite mehr bezogen werden. Die Frist für die Covid-19-Überbrückungskredithilfen ist Ende Juli (Ende August für Start-Ups) ausgelaufen.

Wie sieht die Situation für Selbständigerwerbende aus?

Im Rahmen des Covid-19-Gesetzes entschloss der Bundesrat, nicht nur Firmen unter die Arme zu greifen, sondern auch Selbständigerwerbenden.

An der diesj

Tontechniker, die wegen Veranstaltungsverboten keine Einnahmen haben, haben weiterhin Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz. Bild: KEYSTONE

Mitte September wurde der Corona-Erwerbsersatz verlängert. In gewissen Fällen können auch nach dem 16. September Entschädigungen ausgerichtet werden. Wer sich in einer der folgenden Situationen befindet, hat weiterhin Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz:

Wird die Kulturbranche noch finanziell unterstützt?

Neben dem Beantragen von Kurzarbeitsentschädigungen, können von der Corona-Pandemie betroffene Kulturunternehmen mit Sitz in der Schweiz beim jeweiligen Kanton eine Ausfallsentschädigung beantragen.

Die Entschädigungen werden aber nur ausgerichtet bei Veranstaltungen oder Projekten, die aufgrund der Pandemie abgesagt werden mussten. Zudem deckt die Entschädigung höchstens 80 Prozent des finanziellen Schadens. Gesuche können noch bis zum 30. November 2021 bei den von den Kantonen bezeichneten Stellen eingereicht werden.

Wie sieht die Unterstützung im Sport aus?

Ebenfalls Mitte September wurde ein Sport-Hilfspaket mit dem Covid-19-Gesetz verabschiedet. Der Bund kann für die Jahre 2020 und 2021 zinslose Darlehen an professionelle und semiprofessionelle (bspw. Fussball, Eishockey, Volley- oder Basketball) Clubs vergeben. Die Unterstützung ist auf zehn Jahr befristet.

Clubs, die das Geld nicht innerhalb von drei Jahren zurückzahlen können, müssen die Löhne der Angestellten um einen Fünftel kürzen.

Alle weiteren Massnahmenpakete und detaillierte Informationen sind auf der Seite des Staatssekretariats für Wirtschaft ersichtlich.

(ohe)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das empfiehlt die Science Task Force

Corona-Hotspot Wallis: So erleben die Leute in Brig den Mini-Lockdown

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

3 Hauptargumente der KVI-Gegner auf dem Prüfstand

Der Kampf um die Konzernverantwortungsinitiative (KVI) tobt unerbittlich. Dabei argumentieren die Gegner auch mit Vorwürfen, die sich bei genauerer Betrachtung als falsch herausstellen. Drei Argumente im Prüfstand.

Im Abstimmungskampf zur KVI gehen die Wogen hoch. Ja-Fahnen zieren jeden zweiten innerstädtischen Balkon, die Initianten machten diese Abstimmung zur teuersten aller Zeiten. Auf der anderen Seite werden die Initianten auf Facebook in einer Verleumdungskampagne als «linke Krawallanten» verunglimpft und Ueli Maurer wird «bei der Arroganz, die hinter dieser Initiative steckt, fast schlecht».

So hart die Bandagen in diesem Kampf sind, so knapp wird wohl auch das Ergebnis werden. Momentan liegen …

Artikel lesen
Link zum Artikel