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epa09146865 A sign reads, 'Give Us Our Arsenal Back' outside Arsenal's Emirates Stadium in London, Britain, 20 April 2021. Europe's top clubs from England, Italy and Spain have announced a break away European Super League. England's so called big six football clubs, Arsenal, Chelsea, Liverpool, Man City, Man Utd and Tottenham have signed up to the new proposals.  EPA/ANDY RAIN

«Gebt uns unser Arsenal zurück.» Bild: keystone

Die Bosse des «dreckigen Dutzend» – diese Männer stehen hinter der Super League

Die Pläne zur Gründung einer European Super League verbreiteten sich wie ein Lauffeuer. Doch wer sind die Initianten, die hinter dieser Idee stecken? watson verrät es dir.



Andrea Agnelli (Juventus Turin)

Der 45-jährige Italiener ist Teil der Familie Agnelli, welche die Automarke Fiat mitgegründet hat. Das Vermögen Andrea Agnellis wird auf 14,35 Milliarden Franken geschätzt. Der Präsident von Juventus Turin war als Chef der Europäischen Klubvereinigung (ECA) einer der Treiber der Champions-League-Reform und hat nun auch bei der Gründung der Super League eine Führungsrolle übernommen.

epa09144566 (FILE) - Juventus' Chairman Andrea Agnelli prior the Italian Serie A soccer match between AC Milan and Juventus Turin at the Giuseppe Meazza Stadium in Milan, Italy, 07 July 2020 (reissued 19 April 2021). In the early hours of 19 April 2021 twelve European soccer clubs, AC Milan, Arsenal FC, Atletico de Madrid, Chelsea FC, FC Barcelona, FC Internazionale Milano, Juventus FC, Liverpool FC, Manchester City, Manchester United, Real Madrid CF and Tottenham Hotspur have announced the creation of a Super League. Andrea Agnelli will be a vice-chairman of the league.  EPA/ROBERTO BREGANI *** Local Caption *** 56201764

Andrea Agnelli ist seit 2010 Präsident von Juventus Turin. Bild: keystone

Dafür wurde er von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin scharf kritisiert: «Andrea Agnelli hat mich ununterbrochen angelogen.» Noch am Samstag, einen Tag vor der Bekanntgabe der Pläne, habe der Italiener die Berichte über eine bevorstehende Super League gegenüber Ceferin als Gerüchte abgetan. YB-CEO Wanja Greuel schlägt in dieselbe Kerbe. Agnelli habe bei der ECA, in der auch Greuel sitzt, monatelang gelogen.

Aleksander Ceferin schiesst gegen die Super-League-Klubs

Agnelli ist dafür bekannt, gewinnmaximierend zu agieren. Seit er 2010 die Präsidentschaft des italienischen Rekordmeisters Juventus Turin übernommen hat, konnte er den Wert und den Umsatz des Klubs deutlich vergrössern. Ihm geht es darum, die Fans ausserhalb Italiens besser zu erreichen, die einheimischen Fans sind ihm nicht so wichtig. Unter Agnelli wurde auch das neue Logo vorgestellt, das nicht auf besonders positive Reaktionen stiess. Das Ziel von Andrea Agnelli ist klar: Die Marke Juventus soll in einem guten Licht gezeigt werden und so viel Gewinn bringen wie möglich.

Das zeigt eine weitere Episode aus Agnellis Regentschaft bei der «alten Dame». Im Jahr 2017 wurde der damals 41-Jährige für ein Jahr gesperrt, weil ihm Kontakte zu der italienischen Mafia nachgesagt wurden. Das Juve-Management habe Tickets unter der Hand an einen Fanklub verkauft. Der Fanklub gehörte einem Mitglied der 'Ndrangheta, der kalabrischen Mafia, und die haben die Tickets gewinnbringend verkauft. Die Sperre wurde drei Monate später zwar aufgehoben, doch Agnelli musste eine Busse von 100'000 Euro bezahlen.

Stanley Kroenke (Arsenal)

Der 73-Jährige ist neben Arsenal London auch Besitzer der NFL-Franchise Los Angeles Rams. Kroenkes Frau, die Tochter von Walmart-Mitgründer Sam Walton, ist zudem die Besitzerin der Denver Nuggets (NBA) und der Colorado Avalanche (NHL). Das hängt mit dem Verbot der NFL zusammen, das einem Besitzer untersagt, weitere Franchises zu besitzen. Sein Vermögen wird auf 7,5 Milliarden Franken geschätzt.

Los Angeles Rams owner Stan Kroenke walks on the field before an NFL football game against the Seattle Seahawks, Sunday, Dec. 27, 2020, in Seattle. (AP Photo/Scott Eklund)

Stan Kroenke erlangte 2018 die volle Kontrolle bei Arsenal. Bild: keystone

Der Amerikaner ist kein Mann der grossen Worte, doch bei den Fans ist er dennoch unbeliebt. Während der Coronakrise verzichteten die Arsenal-Spieler auf Gehalt, um die Jobs der Mitarbeiter zu sichern. Dennoch wurden in der Folge 55 Mitarbeiter entlassen, während Thomas Partey für 50 Millionen Euro von Atlético Madrid geholt wurde. Gleichzeitig verzeichnete der Besitzer ein grosses Plus, was bei Spieler und Fans für Empörung sorgte.

Nun soll Stan Kroenke die Gründung der Super League vorangetrieben haben und einer der Vizepräsidenten werden. Sein Plan sei es, Arsenal zum grössten Team der Welt zu machen. Wie die Umsetzung aussehen könnte, haben die Fans der Rams 2016 erfahren. Die Franchise, die ab 1995 in St. Louis beheimatet war und dort ihren einzigen Super Bowl gewonnen hat, wurde von Kroenke nach Los Angeles gezügelt. Der Grund: mehr Geld. James Montague, Autor des Buchs «Billionaires Club» über die reichsten Männer im Fussball, sieht einen solchen Umzug auch in Arsenals Zukunft als Möglichkeit.

Die Fans waren über die Bekanntgabe der Teilnahme von Arsenal an der Super League nicht erfreut.

Joel Glazer (Manchester United)

Der 50-jährige Amerikaner gehört zur Familie Glazer, der neben Manchester United auch die Tampa Bay Buccaneers, Super-Bowl-Sieger 2021, gehören. Das Vermögen der Glazer-Familie wird auf 4,64 Milliarden Franken geschätzt. Der Sohn von Malcolm Glazer soll wie Kroenke einer der Vizepräsidenten der Super League werden. Er bezeichnet diese als «neues Kapitel für den europäischen Fussball».

epa09144572 (FILE) - Joel (R) and Avram Glazer (C), owners of the Manchester United, talk with Thomas Facchine (L) of Getco Securities during the initial public offering of shares of Manchester United on the floor of the New York Stock Exchange in New York City, New York, USA, 10 August 2012 (reissued 19 April 2021). In the early hours of 19 April 2021 twelve European soccer clubs, AC Milan, Arsenal FC, Atletico de Madrid, Chelsea FC, FC Barcelona, FC Internazionale Milano, Juventus FC, Liverpool FC, Manchester City, Manchester United, Real Madrid CF and Tottenham Hotspur have announced the creation of a Super League. Joel Glazer will be a vice-chairman of the league.  EPA/JUSTIN LANE *** Local Caption *** 50478341

Joel Glazer (r.) mit Bruder Avram (m.). Bild: keystone

Die Fans von Manchester United machten die Glazers zu den Sündenböcken für den mangelnden Erfolg der letzten Jahre. Die Priorität der Besitzer seien nicht die Leistungen auf dem Feld, sondern das Geschäft. Bereits beim ersten Spiel nach der Übernahme durch die Glazer-Familie 2005 kam es zu Fanprotesten. Joel Glazer musste das Stadion mit seinen Brüdern im Polizeiwagen verlassen.

Auch sein Stellvertreter Ed Woodward kam nicht gut weg. Die Fans halten nicht viel von seinem Geschick beim Leiten eines Fussballteams und Aleksander Ceferin stellte ihn wie Agnelli als Lügner dar.

Florentino Pérez (Real Madrid)

Der spanische Bauunternehmer ist seit 2009 Präsident der Königlichen. Dieses Amt hatte er bereits von 2000 bis 2006 inne. Sein Vermögen wird auf 1,65 Milliarden Franken geschätzt. Der 74-Jährige hält die Super League für die Rettung des Fussballs. Pérez wird der Präsident des neu gegründeten Wettbewerbs, die Super League gilt als sein «Baby».

epa09110453 (FILE) - A file picture shows Real Madrid's president Florentino Perez delivering a speech during the event held to award members with 25, 50 and 60 years of membership at the IFEMA Trade Fair Center in Madrid, Spain, 03 November 2018 (reissued 01 April 2021). Florentino Perez has demanded the Electoral Board to start the procedure to call for the club's presidential elections, after the Board of Directors meeting held on 01 April 2021.  EPA/Rodrigo Jimenez

Florentino Pérez wurde im Jahr 2000 zum ersten Mal Präsident von Real Madrid. Bild: keystone

Florentino Pérez will, dass die Super League so bald wie möglich startet, denn «2024 werden alle diese Klubs tot sein». Er meint damit unter anderem Real Madrid und den FC Barcelona, die wegen der Corona-Pandemie einen enormen Schuldenberg angehäuft haben. Der Spanier hält zudem die 90 Minuten Spielzeit für zu lang – die Aufmerksamkeit der jungen Generation sei nicht für so lange Spiele gemacht. Pérez will also vielleicht nicht nur den europäischen Wettbewerb, sondern gleich den ganzen Fussball ändern. Die Gründung der Super League wäre da wohl nur der erste Schritt.

Roman Abramowitsch (Chelsea)

Der russische Oligarch ist seit 2003 im Besitz des FC Chelsea. Mit den Millionen von Abramowitsch konnte der Londoner Verein einige Erfolge, inklusive dem Champions-League-Titel 2012, feiern. Sein Vermögen wird auf 13,57 Milliarden Franken geschätzt.

FILE - This Oct. 4, 2011 file photo shows the owner of England's Chelsea Football Club, Roman Abramovich as he leaves court in London. A new study of the super-rich finds that London has become the capital of the world's wealthiest, with more billionaires than any other city in the world. Abramovich is number 9 on the list, published by The Sunday Times. (AP Photo/Lefteris Pitarakis, File)

Abramowitsch pflegt eine Freundschaft mit Wladimir Putin. Bild: AP/AP

Der 51-Jährige gilt als einer der engsten Berater und Partner von Wladimir Putin. Während acht Jahren war Abramowitsch Gouverneur der Region Tschukotka. Im März verklagte er die Autorin des Buchs «Putin's People», weil diese behauptet hatte, dass der russische Präsident Abramowitsch den Kauf des FC Chelsea befohlen habe. Dies verneinte der Besitzer des Londoner Klubs. Die Nähe zu Putin kostete dem Chelsea-Besitzer aber das Visum für Grossbritannien.

Abramowitsch ist auch bei den Schweizer Behörden kein Unbekannter. Die Anwesenheit des Russen in der Schweiz wurde als Gefahr für die öffentliche Sicherheit und den Ruf des Landes eingestuft. Dies geschah, nachdem Abramowitsch der Geldwäsche und Kontakten zu kriminellen Organisationen beschuldigt wurde.

Scheich Mansour (Manchester City)

Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan ist Mitglied der Herrscherfamilie von Abu Dhabi. Seit 2009 ist er der Hauptanteilseigner von Manchester City. Neben dem Champions-League-Halbfinalisten gehören neun weitere Teams zur City Football Group, unter anderem in New York, Melbourne und Mumbai. Das Vermögen des Scheichs beträgt etwa 21 Milliarden Franken. Vom Besitzer der Citizens gibt es wie von Abramowitsch noch keine Äusserungen zu der Gründung der Super League.

Bildnummer: 06370686  Datum: 23.08.2010  Copyright: imago/Sportimage
Manchester City (blue) owner Sheikh Mansour Bin Zayedal Nayhan (L) waves as he visits the ground for the first time Barclays Premier League Manchester City (blue) v Liverpool FC (red) 23rd August, 2010 PUBLICATIONxNOTxINxUK; Fussball Herren England Premier League 2011 Manchester vdig xkg 2010 quer  o0 people

Image number 06370686 date 23 08 2010 Copyright imago  Manchester City Blue Owner Sheikh Mansour am  Nayhan l Waves AS He visits The Ground for The First Time Barclays Premier League Manchester City Blue v Liverpool FC Red 23rd August 2010 PUBLICATIONxNOTxINxUK Football men England Premier League 2011 Manchester Vdig xkg 2010 horizontal o0 Celebrities

Scheich Mansour (l.) beim ersten Besuch des Stadions von Manchester City im Jahr 2010. Bild: IMAGO / Sportimage

Manchester City wurde unter ihrem neuen Besitzer einer der besten europäischen Fussballklubs. Viermal konnte man die Premier League gewinnen, was vor allem mit dem Geldsegen durch den arabischen Scheich zusammenhängt. Die horrenden Ausgaben führten letztes Jahr beinahe zu einem Ausschluss aus der Champions League. Die Sperre wurde vom internationalen Gerichtshof aber gestrichen.

Der 50-jährige Scheich scheint kein grosser Fussball-Fan zu sein, er war erst an einem Spiel seines Klubs. Der Verdacht liegt nahe, dass andere das Sagen haben. Mansours Bruder ist der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, dessen Hauptziel es ist, die Macht und Einflusssphäre des Staats auszubauen. Nick McGeehan, Experte für den Nahen Osten, bezeichnet die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate als die schlimmste, die einen Fussballverein führt. Folter und Unterdrückung sind nur ein Teil der Verbrechen der Regierungsfamilie aus Abu Dhabi.

Joan Laporta (FC Barcelona)

Der spanische Politiker wurde erst gerade wieder zum Präsidenten des FC Barcelona gewählt. Laporta war bereits von 2003 bis 2010 Präsident der Katalanen. Vor der Wahl kündigte er für den Erfolgsfall Transfers von Spielern wie Erling Haaland an. Das, obwohl Barça hoch verschuldet ist. Der 58-Jährige will den Klub nun auch in die Super League führen.

epa09096365 FC Barcelona's President, Joan Laporta, intervenes during the presentation of Pau Gasol as the team's new player in a press conference at the Palau Blaugrana in Barcelona, Spain, 25 March 2021.  EPA/Alejandro Garcia

Joan Laporta wurde erst dieses Jahr als Präsident wiedergewählt. Bild: keystone

Florentino Pérez, Präsident des Rivalen Real Madrid, sagte über Joan Laporta: «Es war nicht schwer, ihn von der Super League zu überzeugen. Er akzeptierte die Anfrage sofort.» Dies widerspricht früheren Aussagen des Barça-Präsidenten, der im Januar noch sagte, dass eine Super League dem Fussball schaden würde. Nun scheint sich seine Meinung geändert zu haben. Dies liegt wohl auch an den finanziellen Sorgen des erfolgsverwöhnten Vereins, schliesslich verspricht eine Teilnahme an der Super League grosse Zusatzeinnahmen: 3,5 Milliarden Euro soll allein das einmalige Startkapital betragen.

John W. Henry (Liverpool)

Der Amerikaner ist der Mitgründer der Fenway Sports Group, der neben dem FC Liverpool auch die Boston Red Sox (Baseball) gehören. Seit 2010 ist er der Hauptbesitzer des amtierenden Premier-League-Champions. Mit dem Kauf der «Reds» rettete Henry diese vor der Insolvenz. Nun soll er zu einem der Vizepräsidenten der Super League werden. Sein Vermögen wird auf 2,56 Milliarden Franken geschätzt.

John Henry, owner of the Boston Globe, The Boston Red Sox and Liverpool football club waits for the Major League Baseball game pitting the New York Yankees against the Boston Red Sox at the London Stadium in the Queen Elizabeth Olympic Park in London on Saturday, June 29, 2019. Europe s first ever Major League Baseball game is played at the London Stadium. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY LON20190629210 MARKxTHOMAS

John W. Henry hat den FC Liverpool im Jahr 2010 übernommen. Bild: IMAGO / UPI Photo

Wie die anderen amerikanischen Klubbesitzer geht es auch dem 71-Jährigen hauptsächlich um Gewinn. Meist hält er sich eher im Hintergrund auf – auch als die Pläne über die Super League an die Öffentlichkeit gelangten und heftige Reaktionen der Fans hervorriefen. Beim Spiel zwischen Liverpool und Leeds protestierten die Fans gegen die Pläne und auch Jürgen Klopp stellte sich gegen einen solchen Wettbewerb. Henry dagegen äusserste sich bislang nicht öffentlich über seine Ansichten und Pläne.

Paul Singer (AC Mailand)

Der amerikanische Unternehmer übernahm die «Rossoneri» 2018, nachdem der Chinese Li Yonghong seine Anteile nach nur einem Jahr wegen zu hoher Schulden des Klubs wieder verkaufte. Paul Singer ist Gründer und Präsident eines Hedgefonds und hat ein geschätztes Vermögen von 3,93 Milliarden Franken.

Paul Singer, founder and CEO of hedge fund Elliott Management Corporation, speaks at the Manhattan Institute for Policy Research Alexander Hamilton Award Dinner, Monday, May 12, 2014, in New York. Republican establishment favorites, former Florida Gov. Jeb Bush and Wisconsin Rep. Paul Ryan, courted some of Wall Street’s most powerful political donors Monday night, competing for attention from hedge fund executives gathered in midtown Manhattan as the early jockeying in the 2016 presidential contest quietly continues.   (AP Photo/John Minchillo)

Der berüchtigte Hedgefondsmanager Paul Singer ist seit 2018 Besitzer des AC Mailand. Bild: FR170537 AP

Singer gilt als einer der aggressivsten Hedgefondsmanager der Welt. Der CEO von Elliott Associates legte sich schon mit Bayer, Samsung und dem Staat Argentinien an. Auch bei AC Milan sind seine Interessen rein wirtschaftlicher Natur. Das Ziel ist es, den Verein auf den Wert von über einer Milliarde Euro zu steigern und ihn dann zu verkaufen.

Miguel Ángel Gil Marín (Atlético Madrid)

Der Spanier ist seit 1993 CEO von Atlético Madrid und ist zudem Haupteigentümer des Klubs. Sein Vermögen beträgt etwa 264 Millionen Franken. Gil hat die Präsidentschaft von seinem Vater übernommen.

epa08937379 A handout photo made available by Spanish LaLiga club Atletico Madrid shows Atletico's new player French striker Moussa Dembele (L) and the club's CEO Miguel Angel Gil (R) posing for photographs at Wanda Metropolitano stadium in Madrid, Spain, 14 January 2021. Dembele came on loan from Olympique Lyonnais until the end of the season and Atletico will have the option to buy the player with a 33,5 million of euros clause.  EPA/ATLETICO MADRID/HO  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES/NO ARCHIVES

Miguel Ángel Gil Marín (r.) bei der Vertragsunterschrift von Moussa Dembélé. Bild: keystone

2011 wurde gegen den Atlético-Präsidenten wegen Korruption und betrügerischen Aktivitäten ermittelt. Bereits 2005 wurden er und sein Vater beschuldigt, dem Klub 16 Millionen Euro gestohlen zu haben.

Zhang Kangyang (Inter Mailand)

Der 29-jährige Chinese ist seit 2018 Präsident von Inter Mailand. Seither bemüht er sich, Inter wieder zu alten Erfolgen zu führen. Dieses Jahr sind die Mailänder auf dem Weg zum ersten Meistertitel seit 2010. Kangyang ist der Sohn von Zhang Jindong, dem Chef des chinesischen Unternehmens Suning. Dessen Vermögen wird auf 6,68 Milliarden Franken geschätzt.

Vor dem letztjährigen Halbfinal in der Europa League richtet Zhang Kangyang einige Worte an die Fans. Inter unterliegt erst im Final gegen Sevilla.

Zhang ging es nicht nur um Geld, so spendeten der Klub und Suning während der Corona-Pandemie 300'000 medizinische Produkte wie Masken und Desinfektionsmittel an Italiens Bürger*innen. Der Weg in die Super League zeigt nun eine andere Seite des chinesischen Milliardärssohns. Nach der Ankündigung der Pläne trat Zhang aus der Europäischen Klubvereinigung (ECA) aus.

Zudem wurde berichtet, dass Suning auf der Suche nach Geldgebern für Inter Mailand sei. Da könnte ein Platz in der Super League einen höheren Verkaufspreis nach sich ziehen. Der Grund für den berichteten Rückzug ist eine Entscheidung der Regierung um Xi Jinping, die verlangt, dass chinesische Investoren nach China zurückkehren und sich auf den eigenen Markt fokussieren.

Joe Lewis (Tottenham)

Der britische Unternehmer ist seit 2001 der Mehrheitseigentümer bei den Tottenham Hotspurs. Lewis ist zudem Hauptanteilseigner eines Investmentunternehmens. Sein Vermögen beträgt etwa 4,48 Milliarden Franken. Der 84-Jährige scheut die Öffentlichkeit und lebt heute auf den Bahamas.

Bildnummer: 08708201  Datum: 02.10.2011  Copyright: imago/Sportimage
Tottenham owner Joe Lewis looks on Barclays Premier League Tottenham Hotspur v Arsenal 2nd October, 2011 PUBLICATIONxNOTxINxUK ; London Fussball England Premier League 2012 xmk x0x 2011 quer 

Image number 08708201 date 02 10 2011 Copyright imago  Tottenham Owner Joe Lewis looks ON Barclays Premier League Tottenham Hotspur v Arsenal 2nd October 2011 PUBLICATIONxNOTxINxUK London Football England Premier League 2012 xmk x0x 2011 horizontal

Joe Lewis im Jahr 2011 beim Besuch eines Spiels der Spurs. Bild: IMAGO / Sportimage

Vor einigen Tagen wurde berichtet, dass Lewis den Klub verkaufen möchte. Ende letzten Jahres war ein Deal für 50 Prozent der Anteile an den «Spurs» gescheitert. Der frühere Tottenham-Coach Harry Redknapp sagt über den Klubbesitzer: «Für ihn ist es ein Investment. Die Super League ist eine Chance, noch mehr Profit zu machen.»

Die Geschicke bei Tottenham leitet Lewis' Partner Daniel Levy. Dieser war unter anderem auch für die Entlassung von José Mourinho zuständig. Nach der Ankündigung der Teilnahme an der Super League forderten die Fans der «Spurs» die Klubbesitzer auf, den Verein zu verkaufen.

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