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epa09151138 Dortmund's Marco Reus celebrates after scoring the 1-0 lead during the German Bundesliga soccer match between Borussia Dortmund and 1. FC Union Berlin at Signal Iduna Park in Dortmund, Germany, 21 April 2021.  EPA/FRIEDEMANN VOGEL / POOL CONDITIONS - ATTENTION: The DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video.

Marco Reus, direkt nachdem er den Ball über die Linie geschoben hat. Bild: keystone

Aufregung um Penaltyszene in Dortmund: «Es ist ein absoluter Witz»

Borussia Dortmund konnte sich gestern gegen Union Berlin mit 2:0 durchsetzen und so die Champions-League-Hoffnungen am Leben erhalten. Doch der Elfmeter zum 1:0 gab zu reden – nicht alle sahen das Foul an Marco Reus wie der Schiedsrichter. Auch in Bremen gab ein Entscheid Anlass zu Diskussionen.



Es war die Szene des Abends: Marco Reus wird in der 26. Minute nach Thorgan Hazards schönem Pass im Strafraum von Unions Torhüter Andreas Luthe zu Fall gebracht – so sehen es zumindest Schiedsrichter Daniel Schlager und auch der Videoschiedsrichter. Schlager schaut sich die Szene selbst nämlich nicht nochmal an, da der VAR ihm den Entscheid bestätigt.

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Die strittige Szene, die zum Elfmeter führt. Video: streamable

Die Gäste beschweren sich lauthals beim Schiedsrichter, auch der Kommentator legt sich nach den Wiederholungen fest: «Für mich ist das kein Elfmeter.» Doch Schlager bleibt bei seiner Entscheidung und so tritt Erling Haaland an – und scheitert am Verursacher des Penaltys gleich doppelt. Unglücklicherweise für die Berliner rutscht der Nachschuss durch und Reus kann ihn über die Linie drücken.

«Ich habe den Glauben an den Videobeweis schon längst verloren»

Union kommt in der Folge zwar noch zu Chancen und scheitert in der zweiten Halbzeit wie schon zu Beginn der Partie am Aluminium. Am Ende ist es Raphael Guerreiro, der in der 88. Minute das zweite Tor des Abends erzielt und somit für die Entscheidung sorgt.

Dortmund gewinnt und bleibt an den Champions-League-Plätzen dran. Nach dem Spiel sorgt jedoch vor allem die Szene zwischen Andreas Luthe und Marco Reus für Gesprächsstoff.

Union's goalkeeper Andreas Luthe, left, Dortmund's Mats Hummels and Union's Nico Schlotterbeck challenge for the ball during the German Bundesliga soccer match between Borussia Dortmund and Union Berlin in Dortmund, Germany, Wednesday, April 21, 2021.(Christof Koepsel/Pool via AP)

Luthe zeigte ansonsten ein starkes Spiel. Hier pariert er gegen Mats Hummels. Bild: keystone

Der «Übeltäter» selbst empfand den Kontakt als zu wenig für einen Strafstoss. Luthe sagte nach dem Spiel gegenüber «Spox»: «Marco hebt schon extrem früh ab und will den Elfmeter. Es gab keinen klaren Kontakt, mit dem ich ihn zu Fall bringe.» Union-Manager Oliver Ruhnert schlägt in der «Welt» in dieselbe Kerbe. Reus suche den Kontakt und hebe ab, es sei keine glasklare Fehlentscheidung, aber die Szene sei strittig. Sogar BVB-Trainer Edin Terzic gestand, dass man den Elfmeter «geben kann, aber nicht muss.»

Deutlichere Worte fand Sky-Experte Dietmar Hamann. Der ehemalige Liverpool-Spieler sagte, dass er den Glauben an den Videobeweis schon längst verloren habe und ihn eine solche Entscheidung deshalb nicht mehr wundere. Der 47-Jährige fand: «Es ist ein absoluter Witz, so einen Elfmeter zu geben.»

Nicht gegebenes Tor in Bremen sorgte für Diskussionen

Auch beim 0:1 von Werder Bremen gegen Mainz 05 gab ein Schiedsrichterentscheid Anlass zu Diskussionen. Der vermeintliche Ausgleichstreffer der Bremer wurde nicht gegeben, da Schiri Marco Fritz nach Konsultation des Videobeweises auf Foul entschied. Unter anderem wegen des nicht gegebenen Treffers verloren die Gastgeber gegen Mainz und rutschten auf Platz 14.

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Als Kevin Möhwald den Ball trifft, scheint Robin Zentner nicht beide Hände am Ball zu haben. bild: screenshot sky

«Der Ball ist frei, er hat die Hand nicht dran. Selbst bei Sicht der Videobilder sehe ich da kein Foul. Der VAR soll so wenig wie möglich eingreifen. Ich mache da jetzt kein Fass auf. Um was ich euch bitten würde: Sucht mal das Tor von Köln gegen uns, als Pavlenka da angegangen wurde. Das war ein glasklares Foul. Es gibt bei der Szene heute keinen Grund den Videokeller anzurufen. Aber ich schimpfe auf keinen. Lasst die Schiedsrichter so weit es geht Chefs auf dem Platz sein, denn das sind sie leider momentan nicht mehr so häufig.»

Florian Kohfeldt quelle: «spox»

Werder-Trainer Florian Kohfeldt hatte nach dem Spiel eine klare Meinung: «Der Ball ist frei, er hat die Hand nicht dran. Ich sehe da kein Foul.» Auch Bremens Sportchef Frank Baumann fühlte sich benachteiligt.

Laut Alex Feuerherdt vom Twitteraccount «Collinas Erben» hätte das Tor zählen müssen.

Mainz-Torhüter Robin Zentner erklärt seine Sicht der Dinge nach dem Spiel so: Möhwald habe ihn gegen die Hand getreten, bevor er den Ball getroffen habe. Dies habe der Gefoulte dem Schiedsrichter direkt gesagt und dieser habe sich das Ganze nochmal angeguckt.

Für Werder geht die Negativserie im sechsten Spiel weiter. Nur noch vier Punkte trennen sie vom Relegationsplatz der Herthaner, die zwei Spiele weniger absolviert haben.

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Die unglaubliche Penalty-Saga der Engländer

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