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epa09236750 Berlin's Social Democratic Party (SPD) top candidate for the elections to the House of Representatives Franziska Giffey speaks during a discussion round during the Ostkonvent (lit.: Eastern Convention) of the Social Democratic Party (SPD) in Halle (Saale), Germany, 30 May 2021. The top personnel of the Social Democratic Party holds the Ostkonvent assembly a week prior to the regional elections in Saxony-Anhalt under the motto 'For East Germany. For you'.  EPA/CLEMENS BILAN

Der ehemaligen Familienministerin Franziska Giffey wird der Doktortitel entzogen. Bild: keystone

Deutsche Ex-Ministerin Giffey verliert Doktortitel



Die Freie Universität Berlin entzieht der ehemaligen deutschen Familienministerin Franziska Giffey (SPD) den Doktortitel. Das Präsidium habe dies nach umfassender Beratung einstimmig beschlossen, teilte die Hochschule am Donnerstag nach einer Überprüfung der Dissertation der Berliner SPD-Landesvorsitzenden mit.

Der Doktorgrad sei durch «Täuschung über die Eigenständigkeit ihrer wissenschaftlichen Leistung» erworben worden, so die Hochschule zur Begründung. Es seien Texte und Literaturnachweise anderer Autorinnen und Autoren übernommen worden, ohne dass dies hinreichend gekennzeichnet worden sei.

Nach langen Diskussionen um ihre Doktorarbeit und den Plagiatsvorwürfen hatte Giffey im Mai das Amt der Bundesfamilienministerin aufgegeben. Sie machte damals bereits öffentlich, dass sie auch bei einem Entzug des Doktortitels an ihrer Spitzenkandidatur für die Abgeordnetenhauswahl in Berlin im September festhalten will. Giffey will als Nachfolgerin von Michael Müller Regierende Bürgermeisterin der deutschen Hauptstadt werden.

Nicht die erste deutsche Politikerin

Im Herbst 2019 hatte die FU Giffey wegen Mängeln in ihrer Dissertation eine Rüge erteilt, ihr aber den Titel nicht entzogen. Nach Kritik an diesem Verfahren kündigte die FU eine erneute Prüfung durch ein neues Gremium an. Die Rüge sei aufgehoben worden, teilte die Hochschule am Donnerstag weiter mit.

Giffey galt als Nachwuchshoffnung der deutschen Sozialdemokraten. Bevor sie im Alter von nur 39 Jahren Bundesministerin wurde, hatte sie sich schon als Bürgermeisterin des Berliner Problembezirks Neukölln einen Namen gemacht. Sie ist nicht die erste deutsche Politikerin, die wegen einer Plagiatsaffäre ihren Posten verlor. (sda/dpa)

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