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Hackerangriff auf Hunderte deutsche Politiker – nur eine Partei ist davon nicht betroffen



Bild

Screenshot der Backup-Seite auf Zerobin.net.  

Hacker haben eine riesige Menge an Daten und Dokumenten von Hunderten deutschen Politikern im Netz veröffentlicht. Darunter waren auch Kreditkarteninfos und private Chatnachrichten, berichtet die deutsche «Tagesschau» und der «Rundfunk Berlin-Brandenburg». 

Unklar ist, wer für den Hackerangriff verantwortlich ist und mit welcher Absicht die Daten veröffentlicht wurden. Betroffen sind alle Parteien im Bundestag, ausser die AfD. Ebenfalls betroffen sind die Moderatoren Jan Böhmermann und Oliver Welke.

Die Leaks zu Böhmermann seien jedoch veraltet, sagte sein Management gegenüber ARD. Böhmermann sehe es gelassen.

Keine politisch brisanten Daten

Bis jetzt seien anscheinend noch keine politisch brisanten Daten veröffentlicht worden. Der Schaden durch die Veröffentlichung dürfte massiv sein. Die Dokumente beinhalten unter anderem:

Merkel betroffen

Die Bundeskanzlerin ist ebenfalls betroffen. Von ihr wurden allerdings «nur» E-Mail-Adressen aus Kanzleramt und CDU sowie eine Fax-Nummer veröffentlicht. Gemäss «Bild» ist auch Bundespräsident Steinmeier gehackt worden.

Attacke auch auf YouTuber

Nicht nur Politiker sondern auch viele deutsche YouTuber sind von der Attacke betroffen. Bekanntere Namen sind zum Beispiel Pietsmiet, Kurzgesagt und Rayk Anders. Unklar ist jedoch von wann diese Hacks sind. 

Viele der Betroffenen sprachen sich in der Vergangenheit gegen Hass und Mobbing im Internet aus, so zum Beispiel Rayk Anders mit seiner «Lösch dich: So organisiert sich der Hass im Internet»-Doku. 

Insgesamt wurden vor allem Personen gehackt, die sich öffentlich gegen Rechtsextremismus eingesetzt haben.

Die «Lösch dich!»-Doku

abspielen

Video: YouTube/Rayk Anders

Unklare Herkunft

Die Daten wurden via Twitter verbreitet. Das kuriose dabei: Bereits im Dezember wurde das Material in einer Art Adventskalender häppchenweise veröffentlicht. Wie die Daten abgegriffen wurden, ist derzeit unbekannt. Der Twitter-Account mit ca. 17'000 Followern gehöre zu einer Plattform, die in Hamburg ansässig ist.

Erste Reaktionen

«Wir sind seit gestern Abend mit dem Thema befasst und kümmern uns darum, unsere Leute zu informieren», sagte ein Sprecher der SPD am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Ansonsten ist das natürlich eine Sache für die zuständigen Behörden. Wir stehen mit ihnen in Kontakt, die Behörden wurden von uns informiert.»

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik prüft derzeit den Fall.

Der Twitter-Account, über den die Leaks verbreitet wurden, ist mittlerweile gesperrt.

(ohe/jaw/sda)

Update folgt ...

Hacker finden Schwachstelle im E-Voting-System

Video: srf

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