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Folterkammern der Drogenmafia in Bogotá entdeckt: Hunderte Sklaven und Prostituierte befreit



In der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá sind in einem Gebäude unweit des Präsidentensitzes Folterkammern entdeckt worden. Darin wurden Menschen auf das Grausamste gequält, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

epa05309837 A picture made available 16 May 2016 shows sculptures depicting tortured souls in hell at Wang Saen Suk monastery in Chonburi, Thailand, 15 May 2016. Less than two hours outside Bangkok lies Wang Saen Suk, a monastery garden featuring statues depicting 'Naraka,' which in Buddhism it refers to hell or purgatory. Naraka, although it refers to hell, is often described as not eternal, with the length and type of punishment vary according to the way the person lived, and once the punishment is over the soul is reborn as a lower or higher being as per their merits. Upon entering the monastery and walking to the main courtyard, two large human figures in the form of a man and a woman stand above 4 emaciated sinners being boiled alive while guards stabbed them with spears. An array of 21 tortured souls, each with the head of a different animal, depending on the sin committed circle the two large figures. The depictions range from souls of sinners with protruding ribs boiling in copper cauldrons, to a woman being crashed in a vice for committing abortion or a man being dissemboweled for committing rape or sexual misconduct. At the end of the courtyard a Buddhist Monk sits facing a number of tortured souls begging for redemption.  EPA/DIEGO AZUBEL

Folter-Figuren (in Thailand).
Bild: DIEGO AZUBEL/EPA/KEYSTONE

Demnach wurden dort Menschen bei lebendigem Leib von Hunden oder Krokodilen zerfleischt oder sie wurden erschossen. Die Leichen seien hinterher in Säure aufgelöst worden. Aus dem Haus waren am Wochenende bereits rund 200 Mädchen und junge Frauen befreit worden, die als Zwangsprostituierte ausgebeutet wurden. Zudem wurden dort 1500 Obdachlose als Sklaven gehalten.

Polizei und Armee in der Nähe

Ein junger Mann wurde laut Staatsanwaltschaft aus der Gefangenschaft der Banden befreit. Dieser habe erzählt, er habe in der Gegend Drogen kaufen wollen. Die Gangster hätten den Mann aber verdächtigt, ein Spion zu sein, und ihn tagelang gefoltert.

Im Hochsicherheitstrakt des kalifornischen Staatsgefängnisses

In der Nähe des Hauses liegen nicht nur der Präsidentenpalast und das Rathaus, sondern auch Einrichtungen der Streitkräfte und der Polizei. Das Viertel namens «Bronx» ist wegen Drogenhandels und Prostitution berüchtigt. Seit 2002 operieren dort kriminelle Banden aus ehemaligen Sicherheitskräften und Paramilitärs, die nach Angaben der Staatsanwaltschaft auch den Waffenhandel in ganz Kolumbien kontrollieren wollen.

Monatelange Vorbereitung

Unter den rund 200 befreiten Zwangsprostituierten waren zahlreiche Minderjährige, die in ein staatliches Kinderschutzzentrum gebracht wurden. Eines der Opfer war hinter einer Wand versteckt und an Hals, Händen und Füssen angekettet, wie ein Vertreter der Staatsanwaltschaft berichtete.

Mehrere Verdächtige, mutmassliche Mitglieder krimineller Banden, wurden festgenommen. Die Razzia war nach Angaben der Behörden vier Monate lang vorbereitet worden. Angeordnet hatten sie Staatspräsident Juan Manuel Santos und der Bürgermeister von Bogotá, Enrique Peñalosa.

(sda/afp/dpa)

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