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Forscher der ETH Zürich mahnen: Wegen deinem Lieblingskaffee muss bald der Regenwald weichen



Ohne Regenwaldabholzung wird die Nachfrage nach dem Lieblingskaffee der Europäer – dem Arabica-Kaffee – in Zukunft nicht zu decken sein. Zu diesem Schluss kommen Forschende der ETH Zürich nach einer Analyse des Kaffeeanbaus im Klimawandel.

«Der Kaffeeanbau reagiert sehr empfindlich auf Temperatur und Regenfälle, weshalb mit dem Klimawandel neue Anbaugebiete erschlossen werden müssen», schreiben Professor Jaboury Ghazoul und Ainhoa Magrach vom Institut für terrestrische Ökosysteme der ETH Zürich im Fachjournal «PLOS ONE».

«Der Kaffeeanbau reagiert sehr empfindlich auf Temperatur und Regenfälle, weshalb mit dem Klimawandel neue Anbaugebiete erschlossen werden müssen»

Die Forschenden sind von den prognostizierten Szenarien des Klimawandels des UNO-Klimarats ausgegangen. Demnach werden sich die für den Kaffeeanbau passenden Regionen bis ins Jahr 2050 deutlich verschieben. Die Fläche, auf der Robusta-Kaffee gedeihen kann, werde zunehmen, passende Regionen für den empfindlicheren Arabica-Kaffee hingegen schrumpfen, schreiben die Forschenden.

An area deforested by illegal gold mining is seen in a zone known as Mega 14, in the southern Amazon region of Madre de Dios July 13, 2015. Peruvian police razed dozens of illegal gold mining camps at the edge of an Amazonian nature reserve this week, part of a renewed bid to halt the spread of wildcatting in a remote rainforest region. The stings at the edge of the Tambopata National Reserve were the first in the southeastern region of Madre de Dios since a crackdown let up in December. Production from wildcat miners in Madre de Dios, who sell their ore up the supply chain, made up about 10 percent of national production before President Ollanta Humala launched the harshest crackdown yet on illegal gold mining last year. Picture taken July 13, 2015. REUTERS/Janine Costa      TPX IMAGES OF THE DAY

Abgeholzter Regenwald in Peru. Bild: JANINE COSTA/REUTERS

Nur mit Abholzung

Die Nachfrage nach Robusta-Kaffee, der mehr Koffein enthält, dürfte deshalb ohne neue Abholzung von Regenwäldern zu decken sein. Für den milderen Arabica-Kaffee hingegen müssten Regenwälder weichen, wenn die steigende Nachfrage gedeckt werden soll. Er macht zurzeit 70 Prozent der produzierten Menge aus und ist vor allem in Mitteleuropa beliebt.

Der Landbedarf für den Kaffeeanbau hängt laut den Autoren zudem im Wesentlichen von der Ausbreitung eines gefürchteten Kaffeeschädlings ab, dem Kaffeekirschenkäfer. Er werde mit dem Klimawandel mehr Plantagen befallen als heute und die Erträge reduzieren, weshalb die benötigte Anbaufläche ebenfalls zunimmt.

Falls die Regionen, in die der Arabica-Anbau ausweicht, mit natürlichen Wäldern bewachsen sind, prognostizieren die Studienautoren einen Verlust von 35 Prozent der dort lebenden, bedrohten Wirbeltierarten. Die Abholzung erhöhe zudem den Ausstoss des Klimagases CO2. (whr/sda)

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