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Konservative Hardliner vor Sieg bei Parlamentswahl in Kolumbien



People check a voter list to confirm where they should cast their ballots during legislative elections in Bogota, Colombia, Sunday, March 11, 2018. (AP Photo/Fernando Vergara)

Wahllisten in Bogota, der Hauptstadt Kolumbiens. Bild: AP/AP

Kolumbien hat am Sonntag ein neues Abgeordnetenhaus und einen neuen Senat gewählt. Die Wahllokale schliessen um 16.00 Uhr Ortszeit (22.00 Uhr MEZ). Rechtskonservative Hardliner könnten Meinungsumfragen zufolge die absolute Mehrheit erringen.

Mehr als 36 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, für die kommenden vier Jahre die 280 Parlamentarier in den beiden Kammern des neuen Kongresses zu bestimmen. Es ist die erste nationale Wahl in 50 Jahren ohne militärischen Konflikt mit der Guerilla.

Die Mitte-rechts-Gruppierung von Staatschef Juan Manuel Santos, die Soziale Partei der nationalen Einheit, ist durch zahlreiche Korruptionsskandale diskreditiert. Bei der im Mai anstehenden Präsidentschaftswahl zur Bestimmung der Nachfolge von Santos tritt die Partei nicht einmal mit einem eigenen Kandidaten an.

Nutzniesser des Niedergangs der Santos-Partei sind rechte Kräfte wie die um den ehemaligen Staatschef und jetzigen Senator Álvaro Uribe. Sie stehen für den knallharten militärischen Kurs gegen die Guerilla Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) in den Jahren von 2002 bis 2010, als Uribe Präsident war und Santos sein Verteidigungsminister.

Früher Guerilla, bald Politiker

Es ist die erste Wahl seit dem Friedensabkommen. Vor gut einem Jahr unterschrieb Farc-Chef Rodrigo Londoño an der Seite von Santos das Abkommen, das Lateinamerikas ältesten bewaffneten Konflikt beenden sollte. Die Farc wandelten sich um in eine politische Partei namens Alternative revolutionäre Kraft des Volkes mit derselben Abkürzung Farc.

Londoño, besser bekannt unter seinem Guerilla-Kampfnamen Timochenko, war als Farc-Spitzenkandidat bei der Präsidentschaftswahl am 27. Mai vorgesehen. Allerdings wird daraus nichts, weil er einen Herzinfarkt erlitt. Vor der Parlamentswahl gab es unter den Meinungsumfragen keine, die für die Farc mehr als die für sie reservierten zehn Sitze sah. (wst/sda/afp)

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