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Der russische Oligarch Arkadi Rotenberg ist ein enger Vertrauter und Ex-Judopartner des Kremlchefs Wladimir Putin.
Der russische Oligarch Arkadi Rotenberg ist ein enger Vertrauter und Ex-Judopartner des Kremlchefs Wladimir Putin.
Bild: keystone

«Putins» Palast am Schwarzen Meer: Eigentümer meldet sich

30.01.2021, 16:27

Fast zwei Wochen nach der Veröffentlichung des millionenfach aufgerufenen Enthüllungsvideos «Ein Palast für Putin» des Kremlgegners Alexej Nawalny hat sich der Eigentümer zu Wort gemeldet. Er sei der Begünstigte, sagte der Oligarch Arkadi Rotenberg in einem am Samstag im Telegram-Nachrichtenkanal Mash veröffentlichten Video. «Jetzt ist es kein Geheimnis mehr.» Er habe die Anlage vor mehreren Jahren erworben.

Rotenberg ist Ex-Judopartner des Kremlchefs und kennt ihn seit Jahren. Der 69-Jährige gilt als einer der reichsten Menschen in Russland. Er steht auf einer Liste von Russen, die vom Westen im Zuge des Krieges in der Ostukraine mit Sanktionen belegt sind.

Nawalny zeigt Video von angeblichem Luxus-Palast von Putin

Video: watson

Lange gab es Spekulationen darüber, wem das Grundstück mit dem Palast am Schwarzen Meer im Süden Russlands gehört. Putin hatte am Montag bestritten, dass das Anwesen ihm oder seinen engen Verwandten gehöre. Einen Tag später erklärte der Kreml Unternehmer zum Eigentümer. Putins Sprecher Dmitri Peskow nannte aber keine Namen.

In dem Video schwärmte Rotenberg von dem Palast: «Dies ist ein Geschenk des Himmels. Der Ort ist wunderschön.» Auf die Frage, weshalb er sich nicht früher zu Wort gemeldet habe, nannte er einen «rein menschlichen Faktor» als Grund. «Es gibt ja ohnehin schon Sanktionen gegen mich.» Rotenbergs Pressestelle sagte der Agentur Interfax, derzeit liefen Arbeiten für den Bau eines Hotels. Er hoffe, dass diese in ein paar Jahren abgeschlossen seien.

Das riesige Anwesen liegt am Schwarzen Meer.
Das riesige Anwesen liegt am Schwarzen Meer.
Bild: keystone

Das Grundstück samt Palast ist Nawalnys Film zufolge fast 40 Mal so gross wie Monaco und soll bereits mehr als 100 Milliarden Rubel (1,1 Milliarden Euro) verschlungen haben. Nach Darstellung des Oppositionellen sind die Besitzverhältnisse gezielt verschleiert worden. Das Video ist bei YouTube bereits mehr als 103 Millionen Mal aufgerufen worden – und hatte den Kreml unter Druck gesetzt.

Neben der Inhaftierung Nawalnys war auch der Film einer der Auslöser der Massenproteste am vergangenen Wochenende. Für diesen Sonntag sind in Russland neue Demonstrationen geplant. (sda/dpa)

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