DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

«Ist das alles?», fragen sich manche Kunden nach dem Öffnen der neuen Lindt-Blechdose in Grossbritannien. bild: Facebook/Extreme Couponing and Bargains UK group

«Kinder weinen!»: Lindt gerät in England wegen neuer Weihnachtsbox in einen Shitstorm

Der Schokoladehersteller ist in Grossbritannien mit harscher Kritik konfrontiert. Grund dafür ist eine neue Schokoladen-Schachtel für die Adventszeit.

Benjamin Weinmann / ch media



Es ist ein Geschenk für das Fest der Liebe. Doch mit diesem Produkt hat der Schokoladenkonzern Lindt in Grossbritannien vor allem Wut geschürt. Vor einigen Tagen lancierte die Zürcher Firma im Königreich eine rote, runde Blechdose mit Schneeflocken und Lindor-Kugeln verziert. Damit schürte sie bei vielen Kunden die Erwartungen nach einer randvoll gepackten Schachtel. Die Erwartungen wurden aber enttäuscht, wie britische Medien berichten.

Denn eine Kundin stellte ein Foto des Inhalts auf Facebook, das ein eher karges Schokoladen-Bild zeigt mit 32 Lindor-Kugeln, obwohl deutlich mehr Platz darin hätten. Der Inhalt sei «armselig und widerlich klein», schrieb die Frau - und löste damit einen so genannten Shitstorm aus, eine Protestwelle von mehreren hundert Online-Kommentaren.

«Ist das alles?», schrieb eine Userin. Manche wurden zynisch: «Ein Schock. Brexit, Covid und jetzt Lindorgate. Ich bin so wütend. Wie wagen sie es? Kinder weinen!» Und: «Wenn 2020 eine Schachtel mit Schokoladen wäre.» Dabei half auch nicht, dass Lindt auf der Verpackung angibt, wie viele Kugeln in der Schachtel sind.

Gegenüber britischen Medien entschuldigte sich eine Lindt-Sprecherin für die verursachte Enttäuschung. Man nehme die Kritik sehr ernst und werde selbstverständlich daran arbeiten, dass die Kunden mit allen Lindt-Produkten in der Weihnachtszeit glücklich sind.

2019 erhielt Lindt in den USA eine Busse

Nur: Es ist nicht das erste Mal in jüngerer Vergangenheit, dass Lindt mit seinen üppigen Verpackungen und geringen Inhalten für Kritik sorgte. 2019 brummte ein kalifornisches Gericht der Firma deswegen gar eine Strafe auf (CH Media berichtete). Kläger hatten Lindt vor Gericht gezogen mit dem Vorwurf, Konsumenten zu täuschen mit Verpackungen, die überdimensioniert oder sogar hauptsächlich leer seien. Betroffen waren die Lindt-US-Tochterfirmen Ghirardelli und Russell Stover.

In der Folge bekannten sich die beiden Firmen zwar nicht schuldig, sie willigten aber ein, die Busse von 750'000 US-Dollar zu bezahlen. Und sie erklärten sich bereit, Verpackungen künftig entweder zu verkleinern oder sie mit einer transparenten Folie auszurüsten, so dass die Kunden den Inhalt sehen können.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Weil nicht nur Schoggi glücklich macht: 16 Desserts mit Vanille

Deshalb mögen Chinesen Schweizer Schokolade nicht

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Achtung ungesund: Migros führt «Nutri-Score» ein

In der Migros sollen Konsumentinnen und Konsumenten künftig Dickmacher auf einen Blick besser erkennen. Die Detailhändlerin führt den sogenannten Nutri-Score auf allen Lebensmittelverpackungen ihrer Eigenprodukte ein. Dieser gibt an, wie gesund ein Lebensmittel ist. Dafür gibt es Lob vom Konsumentenschutz.

Die Migros führte das System bereits Mitte 2020 bei ihren Eigenmarken Cornatur und Pelican ein. Die Rückmeldungen hätten gezeigt, dass diese Ernährungsinformation geschätzt werde, teilte …

Artikel lesen
Link zum Artikel