DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
bild: watson / mit material von shutterstock

«Wie arbeitet man mit dem Ex zusammen, den man hassen will?»

31.01.2019, 09:14
Liebe Emma, 

wie arbeitet man mit jemandem ein halbes Jahr intensiv Pult an Pult zusammen, wenn man die Person mal geliebt hat und jetzt einfach nur noch von ganzem Herzen hassen möchte?

Alles Liebe,
Franziska

Hoi Franziska,

obwohl deine Mail sehr kurz und deine Frage sehr klar ist, kann ich deine Emotionen sehr gut spüren. Und verstehen. Vielleicht sogar etwas mehr, als du dir überhaupt vorstellen kannst.

Dazu eine kurze Anekdote: Mein Ex-Freund verliess mich mal für meine (vermeintlich) sehr gute Freundin. Das Schlimmste an der Geschichte war, dass der Typ und ich am gleichen Ort gearbeitet haben und ich ihn also noch eine ganze Weile täglich bei der Arbeit ertragen musste.

Ich weiss nicht, was zwischen der Person, die du jetzt nur noch hassen willst, und dir vorgefallen ist. Das ist hier aber auch gar nicht die zentrale Frage. Mir scheint nämlich, dass der Schlussstrich schon längst gezogen und zumindest von dir für richtig befunden wurde. Das ist schon mal ein guter, wichtiger und richtiger Schritt.

Nun zum eigentlichen Problem: Es gibt leider kein Patentrezept. Also lass uns das Ding beim Namen nennen: Es ist sehr beschissen, dass du mit ihm an einem Pult sitzen musst. Ich gehe davon aus, dass du schon abgeklärt hast, ob du den Platz/die Abteilung wechseln kannst. Falls nicht, wäre das eine Option, die du mal angehen könntest.

Falls nun aber nichts daran zu ändern ist, dass ihr wirklich Pult an Pult zusammen arbeitet, dann gibt es nur eines: Kannst du die Situation irgendwie handeln, ohne dass es dich massiv killt, deine Feierabende und Wochenenden negativ beeinflusst und dich ins Elend stürzt? Dass sich das am Anfang sicher so anfühlt, ist sehr verständlich. Da würde ich schon gar nicht dagegen ankämpfen, sondern alles zulassen: Tränen, Wut, Trauer – alles okay!

Ich würde mir aber an deiner Stelle eine Zeitspanne setzen: Wenn du nach zum Beispiel vier Wochen immer noch durch die Hölle gehst, würde ich mir überlegen, zu künden. Meiner Seele und meinem Herz zuliebe. Kein Job (und auch kein Mann) dieser Welt ist es wert, so fest und so lange zu leiden.

Auch habe ich die Erfahrung gemacht, dass Schlussstriche im Job und in der Liebe grosse Ängste schüren, dafür aber auch ganz grosse und tolle Chancen auf wunderbare Veränderungen mit sich bringen.

Zusammenfassend also rate ich dir: Vertraue dem Leben und dem Schicksal und gebe nach, wenn die Situation mit dem Mann am Pult nicht auszuhalten ist.

Wer springt, gewinnt. Emma-Ehrenwort.

Ich feure dich aus der Ferne an!

Deine

Und was würdest du Franziska raten?

Die Geschichten aus dem Leben von Emma Amour:

1 / 90
Die Geschichten aus dem Leben von Emma Amour:
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Hast du eine Frage?

Dann schick sie per Mail an Emma: emma.amour@watson.ch

Emma Amour ist ...
... Stadtmensch, Single, Anfang 30 – und watsons Bloggerin, die nicht nur unverfroren aus ihrem Liebesleben berichtet, sondern sich auch deinen Fragen annimmt. Und keine Sorge, so wie auch Emma, wirst auch du mit deiner Frage anonym bleiben. Madame Amour ist es nämlich sehr wichtig, auch weiterhin undercover in Trainerhosen schnell zum Inder über die Strasse hoppeln zu können.
Das bin nicht ich, aber so würde ich als Illustration aussehen. Öppe.
Das bin nicht ich, aber so würde ich als Illustration aussehen. Öppe.
bild: watson

Mehr von Emma Amour:

Alle Storys anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Emma Amour

«Lieber sterbe ich mit 50 Katzen, als nicht geliebt zu werden …»

Liebe Maria,

ohälätz, da scheint bei euch in der Tat der Wurm etwas gar fest drin zu sein. Fies ist ja, dass er genau dann in die Romandie zog, als sich die erste Verliebtheit wirklich gerade legte.

Das ist zum einen schon eine wichtige und grosse Wandlung in einer Beziehung. Und wenn dann auch noch ein Umzug weit weg ansteht, dann kann ich gut nachvollziehen, dass eine Liebe ins Wanken kommt.

Genau das ist vor allem deinem Freund passiert. Und hat deswegen dafür gesorgt, dass auch du den Boden …

Artikel lesen
Link zum Artikel