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Rund um Gsund

Tipps zum Thema Reisen mit Kindern, die ich selbst gerne früher gewusst hätte

Der Sommer ist im Anmarsch – und mit ihm beginnt die Reisezeit. Und die Zeit der kleineren und grösseren Notfälle, gerade mit Kindern. In meinen fast siebzehn Jahren als Mutter habe ich diesbezüglich einiges erlebt. Hier meine wichtigsten Tipps, was ins Gepäck gehört, wenn man mit dem Nachwuchs verreist oder wandern geht.

Sandra Casalini
Sandra Casalini



Den Gedanken, dass auch in den Ferien oder beim verlängerten Weekend etwas passieren könnte, schiebt man lieber weit weg. Schliesslich hat man gerade dann, wenn man sich mit der Familie erholen will, noch weniger Lust auf Besuche beim Notfall, nächtelanges Erbrechen oder Durchfall als sonst. Aber leider, leider geschieht es eben meist genau dann, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann. Und meistens ist man eben auch genau dann am wenigsten drauf vorbereitet.

Natürlich haben wir immer eine kleine Reiseapotheke dabei, mit Pflaster, Schmerzmittel und so weiter. Dazu Zeckenspray – zumindest ich, ich hab Panik vor den Dingern. Und die Krankenkassenkarten der ganzen Familie. Schliesslich sind wir Schweizerinnen und Schweizer ein Volk, das immer für alle Eventualitäten gerüstet ist. Dabei bedenken wir oft nicht, dass im Ausland andere Voraussetzungen gelten. Hier meine wichtigsten Tipps aus eigener Erfahrung:

Diese vier Dinge gehören in den Koffer, wenn man mit Kindern ins Ausland reist

  1. GELD. Neben dem Budget für Essen, Ausflüge und Shopping unbedingt ein Notfallbudget einplanen, falls etwas passiert. Wenn sich nämlich das Kind am zweiten Ferientag in der Türkei beim Fussballspielen den Arm bricht, landet man auf der Notfallstation eines türkischen Spitals. Man spricht dort deutsch, ist extrem zuvorkommend – fragt sogar, ob das Mädchen lieber von einer Ärztin statt einem Arzt behandelt werden möchte, und muss auch nicht ewig warten. Aber der Anblick einer Schweizer Krankenversicherungskarte sorgt dort nur für hochgezogene Augenbrauen. Es muss Cash auf den Tisch, und zwar nicht wenig, sonst geht gar nichts. Ich habe das Geld zwar problemlos von der Krankenkasse zurückerstattet erhalten, aber ohne Bargeld hätte man meine Tochter dort schlicht nicht behandelt.
  2. SONNENCREME. Klar, kann man in jeder Apotheke kaufen, nicht so tragisch, wenn man sie mal vergisst. Wer aber, wie ich, ein rothaariges, sommersprossiges Kind hat, dessen Haut nicht nur sehr hell, sondern fast durchsichtig ist, weiss: Sonnenschutzfaktor 50 ist ein Muss. Wer sich in einem Land befindet, in dem hellhäutige Kinder, die nach einem halben Tag in der Sonne ohne entsprechenden Schutz Blasen werfen, eher rar sind, findet sich in der Apotheke nicht selten vor einem Gestell, in dem nur Sonnenöl (!) ohne Schutzfaktor erhältlich ist. Tja, dumm gelaufen, Kind, du bleibst leider den Rest der Ferien im Hotelzimmer.
  3. WARZENMITTEL. Kinder haben immer irgendwie, irgendwo Warzen. Keine Ahnung, wo die Dinger ständig herkommen. In den Ferien sind sie besonders mühsam. Sie stören sowohl in geschlossenen Schuhen als auch in Flip-Flops, beim Sändelen und beim Spielen. Warzenmittel kriegt man vermutlich auch im Ausland in den meisten Apotheken. Aber bis man da mal erklärt hat, was man braucht – ohne das warzige Kind im Schlepptau kann man's nicht zeigen, und das Kind selbst hat vermutlich wenig Freude dran, in der Apotheke vorgeführt zu werden. Wer's trotzdem versuchen will: Auf Italienisch heisst Warze verruca, auf Französisch verrue und auf Türkisch siğil.
  4. ESSEN. Viele Kinder vereinen die extrem suboptimale Kombination von ständigem Hunger und empfindlichem Magen. Wenn man am Ferienort einen Ausflug unternimmt, empfehle ich deshalb, abgepackten Proviant einzupacken. Den muss man natürlich nicht von zu Hause mitnehmen, Knäckebrot, Zwieback und Co. kriegt man auch im Ausland im Supermarkt oder im Hotel. Warum Proviant mitnehmen? Wer schon mal mitgekriegt hat, wie sein Kind in einem vollgepackten Touristen-Bus auf den Boden gekotzt hat, weil es wegen eines Hungeranfalls irgend etwas von irgend einem Strassenhändler in sich reinstopfen musste, stellt diese Frage nicht mehr.

Nun stehen die Chancen zwar gut, dass man spätestens in den Sommerferien wieder ins Ausland reisen kann. Viele dürften trotzdem auch dieses Jahr noch Urlaub in der Schweiz bevorzugen. Und was macht man in unserem schönen Land? Man geht wandern. Auch was das angeht, habe ich einschlägige Erfahrung. Wie man die Kinder überhaupt dazu bringt, mit zum Wandern zu kommen, ist ein anderes Thema ...

Diese Utensilien sind im Wander-Rucksack von Vorteil

Was gehört bei euch unbedingt ins Reisegepäck oder den Wander-Rucksack, wenn ihr mit der Familie unterwegs seid – oder auch ohne? Schreibt's in die Kommentarspalten.

Apropos Wandern: «Ich habe keine Angst vor Kühen. Sicher nicht...»

Video: watson/Emily Engkent

Fernweh? Ferien sind auch nicht immer lustig

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Fernweh? Ferien sind auch nicht immer lustig
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Sandra Casalini, bei sich zu Hause in Thalwil, am 04.12.2018, Foto Lucian Hunziker

bild: Lucia Hunziker

Über die Autorin:

Sandra Casalini schreibt über mehr oder weniger alle und alles, was ihr über den Weg läuft – immer gnadenlos ehrlich und mit viel Selbstironie. Genau so geht sie auch den Blog «Rund um Gsund» an, der ab sofort alle zwei Wochen auf watson erscheinen wird. Bei dem Thema Gesundheit verhält es sich bei Sandra gleich wie mit der Kindererziehung: Sie ist keine Expertin, aber kommt mit beidem irgendwie klar. Manchmal mit Hilfe, manchmal ohne.

Casalinis Texte erscheinen regelmässig im Elternmagazin «Fritz und Fränzi» und der «Schweizer Illustrierten». Bei der SI gewährt sie zudem wöchentlich Einblick in ihr Leben mit pubertierenden Kids im Blog «Der ganz normale Wahnsinn».

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