DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
bilder: shutterstock / bearbeitung: watson

Vergiss Partys, Speed-Dating und Tinder: Bei Glühwein lernt man sich kennen!

Während alle über den Winter motzen, feiere ich die romantische Jahreszeit wie keine andere (ok, den Sommer hab ich auch zelebriert). Warum ich das tue? Weil Weihnachtsmärkte quasi ein Real-life-Tinder sind. Und das ist verdammt gut so!
14.12.2018, 09:40

Das Beste am Winter in Zürich sind die Weihnachtsmärkte. Vor allem, wenn du Single bist. Vergiss Partys, vergiss Speed-Dating und vergiss Tinder. Das wahre Flirt-Mekka lockt zwischen Momos, Glühwein-Ständen und trendigem Superfood-Zeugs. Das ist aber alles egal. Wobei nein, der Glühwein-Stand, der ist wichtig.

Neulich zum Beispiel war ich mit Cleo und Sophie direkt nach Feierabend auf dem Weihnachtsmarkt. Sophie hatte null Bock, Cleo war jetzt auch nicht gerade mega begeistert. Um eines vorweg zu nehmen: Die Tatsache, dass sich Cleo überwinden konnte, bescherte ihr grandioses Knutschen – und ein Dinnerdate. 

Als erstes trinken wir Glühwein. Aus Happy-Hour-Gründen. Also haben wir bereits um 18.30 Uhr leicht einen sitzen. Ein Fakt, der vor allem Cleo gut steht. Die Gute zieht ihre roten Lippen nach, bevor sie jegliche Männertrüppli um uns herum in ein Gespräch verwickelt.

Kurzfristig Krieg!

Während also Cleo und ich, wir sind ja die Singles in unserer Threesome-Freundschaft, leicht beschwipst quasi live tindern, sortiert Sophie die Nieten aus. Ich kann mich noch nicht entscheiden, wem ich mein Herz schenken soll. Cleo derweil hängt bereits einem Mittdreissiger um den Hals, während ihr ein anderer ein «I-love-you»-Lebkuchen-Herz um den Hals hängt.

Go, Cleo!

Nun wollen zwei Männer – Typ Versicherungsberater – mit Sophie und mir anbandeln. Wir wollen nicht. Ihnen ists egal. Der eine legt seinen Arm um Sophie, der andere setzt sich meine Mütze auf den Kopf. Kurzfristig herrscht hier Krieg. Sie wecken in mir die gleichen Gefühle wie die Tinder-Tubel, die mich mit «figgä?» anchatten.

Cleo kriegt nichts mit. Sie knutscht innigst mit dem Mittdreissiger. Der Lebkuchenherz-Mann hat sich verzogen. Er versuchts jetzt bei einer anderen Blondine. Die ist aber auch nur semi-begeistert.

Nun erblicke ich einen Mann, dessen Freundin ich glaubs gerade gerne wäre. Nicht weil er bombastisch aussieht, sondern weil mich sein Lachen umhaut. Ich überlege noch, wie ich seine Aufmerksamkeit auf mich ziehe, als er schon vor mir steht. Die jetzt noch etwas beschwipstere Cleo hat schon längst begriffen, dass ich von dem Mann träume, also hat sie ihn geholt.

Wir tun das öfters. Also auf Tinder. Ich swipe für sie und sie für mich.

Chris heisst er. Fast 40 ist er. Snowboarder und Surfer. Onkel von einem herzigen Buben, den er über alles liebt. Selbst Kinder will er auch. Bis jetzt habe sich aber früher oder später jede potentielle Mutter von ihrer «Lämpechatz»-Seite gezeigt.

Ich mag Chris. Sehr.

Und Cleo steht auf ihren Mittdreissiger. Die beiden knutschen wilder als jegliche Teenager auf Klassen-Feten.

Ein Knutsch-Foursome, der ist gut!

Sophie verabschiedet sich. Cleo, ihr Neo-Schatz, Chris und ich setzen auf eine weitere Runde Glühwein und Zuckerwatte. Dann ziehts uns weiter. Zu viert. Wir kaufen Gummibärli und Getränke und setzen uns auf den Lindenhof mit Sicht über das Niederdorf.

Ich bin verknallt. In die Aussicht. In die Stadt. Und in Chris.

Cleo ist auch verknallt. So sehr, dass sie von der Umgebung nichts mehr mitkriegt. Ihr Knutschen animiert nun auch Chris und mich. Also steigen wir mit ein. Und erleben gerade kuss-technisch fast einen Foursome.

Die Kälte veranlasst uns zu einer Bar-Tour. Natürlich könnten wir uns verabschieden und jeweils zu jemandem nach Hause vögeln gehen. Aber dieses Um-die-Häuser-ziehen und Überall-rumknutschen ist gerade sehr viel reizvoller.

Chris und Cleos Neo-Traummann verabschieden sich gegen fünf Uhr. Die beiden müssen schon bald zur Arbeit. Cleo und ich nicht. Wir landen bei unserem Lieblingsbäcker, wo wir uns miserablen Filter-Kaffee und Zimtschnecken reinziehen.

Danach gehen wir zu mir nach Hause, drehen unser Lieblingslied auf und tanzen zu unserem einzig wahren BFF-Song.

«The Shoop Shoop Song» von Cher

Wortlos sind wir uns einig, dass das hier das perfekte Ende einer wunderbaren Nacht ist.

Ja, sogar besser als Sex.

(Sorry, Sex!)

(Und sorry, Jungs.)

PS: Bei Cleo und ihrem Dude gibts eine Fortsetzung. Bei mir nicht: Chris hat mir derweil gebeichtet, dass er noch in einer schlechten «Halb-Beziehung» steckt. Mit einer «Lämpechatz». Er würde sich melden, wenn er sie los ist. Ich hab ihm gesagt, dass er sehr getrost darauf verzichten kann.

Adieu,

Ganz viele Küsse!

1 / 19
Zum Internationalen Tag des Kusses zeigen wir dir 17 Küsse
quelle: epa/efe / cristian hernandez
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Dieser erste Filmkuss sorgte 1896 für einen Skandal:

Video: undefined

Die Geschichten aus dem Leben von Emma Amour:

1 / 90
Die Geschichten aus dem Leben von Emma Amour:
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Hast du eine Frage?

Dann schick sie per Mail an Emma: emma.amour@watson.ch

Emma Amour ist ...
... Stadtmensch, Single, Anfang 30 – und watsons Bloggerin, die nicht nur unverfroren aus ihrem Liebesleben berichtet, sondern sich auch deinen Fragen annimmt. Und keine Sorge, so wie Emma wirst auch du mit deiner Frage anonym bleiben. Madame Amour ist es nämlich sehr wichtig, auch weiterhin undercover in Trainerhosen schnell zum Inder über die Strasse hoppeln zu können.
Das bin nicht ich, aber so würde ich als Illustration aussehen. Öppe.
Das bin nicht ich, aber so würde ich als Illustration aussehen. Öppe.
bild: watson

Mehr von Emma Amour:

Alle Storys anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Emma Amour

Mein Fussball-Märchen mit Kathi-Kate-Cat und Pat

Shit, ist das krass! Die Schweizer Nati qualifiziert sich nicht nur für das Viertelfinale, nein, die Jungs hauen auch grad noch den Weltmeister aus dem Rennen. Was hab ich die Männer gefeiert. Auch wenn ich am Ende mit einer Frau rummachte.

Nicht nur, weil die Schweizer Nati Geschichte schrieb, geht der vergangene Montag in die Geschichte ein. Auch für mich war die Nacht nach dem Match gegen Frankreich so ereignisreich, dass ich nie, nie, nie meinen Enkel-Kartoffeln davon erzählen werde.

Aber von Anfang an. Ich gabs mir ja hart. Hab zuerst das Spiel Kroatien gegen Spanien geschaut. Und zwar beim Public Viewing. Ich war Team Kroatien. Obwohl ich diese Karo-Trikots unmöglich finde.

Aber da in dieser Gartenbeiz war ein Kroate, der es …

Artikel lesen
Link zum Artikel