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Grün zeigt die rasche Ausbreitung der UK-Variante, die grossen gelben Kreise die Ausbreitung der Variante aus Südafrika. bild: screenshot twitter

«Die Situation ist ausser Kontrolle»: Mutiertes Virus bedroht Europa

Die neue Variante des Coronavirus breitet sich in Grossbritannien rasant aus. Mehrere Länder haben sämtliche Verbindungen mit der Insel abgebrochen.

samuel schumacher / ch media



Frust statt Fest: Bis am Samstag noch freuten sich viele Briten über die Lockdown-Lockerungen, die ihnen die britische Regierung über die Festtage in Aussicht gestellt hat. Jetzt aber zieht Premier Boris Johnson die Corona-Schrauben massiv an und hat über weite Teile Südenglands (inklusive London) einen harten Lockdown. Treffen mit Personen aus anderen Haushalten sind mit ganz wenigen Ausnahmen verboten.

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Grund dafür ist eine neue Mutation des Coronavirus, das sich auf der britischen Insel rasant verbreitet. Die Virenvariante, die auch in den Niederlanden, Dänemark, Australien und Südafrika bereits nachgewiesen worden ist, ist laut der britischen Regierung bis zu 70 Prozent ansteckender, laut aktuellem Stand der Forschung aber nicht tödlicher als das ursprüngliche Virus. Fast zwei Drittel der Neuansteckungen in Grossbritannien sind inzwischen auf die neue Virenvariante zurückzuführen.

Ob die neue Variante ansteckender sei, kann die Berner Epidemiologin Emma Hodcroft nicht bestätigen. Es gäbe jedoch Anzeichen, dass dem so sei.

«Die Situation ist ausser Kontrolle.»

Gesundheitsminister Matt Hancock

Das mutierte Virus stürzt nicht nur das Vereinigte Königreich ins vorweihnächtliche Chaos. Mehrere europäische Länder haben umgehend auf die beängstigende Nachricht reagiert und ihre Reiseverbindungen zur britischen Insel gekappt. Die Niederlande, Österreich und Italien haben sämtliche Flüge auf die Insel gestrichen. Belgien liess den Zug-Tunnel der Eurostar-Verbindung sperren.

Die Impfung werde wohl auch die kleine Mutation angreifen.

Genfer Professorin kritisiert Schweizer Passivität

Die Schweiz hat bislang noch keine konkreten Schritt unternommen. «Wir beobachten die Situation», teilte eine Sprecherin des Bundesamtes für Gesundheit mit. Das reicht vielen Beobachtern allerdings nicht. Isabella Eckerle, Professorin am Zentrum für neuartige Viruserkrankungen am Universitätsspital Genf, fordert auf Twitter: «Es bleibt zu hoffen, dass die Schweiz nachzieht und nicht zum Verteiler der neuen Variante nach ganz Europa wird. Europa muss konsequent am gleichen Strang ziehen.»

Die gute Nachricht ist: Stand jetzt gibt es laut britischen Epidemiologen keine Anzeichen, dass das mutierte Virus immun ist gegen die Impfungen, die in diesen Tagen an Millionen Menschen weltweit verabreicht wird.

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Mathys über die Virus-Mutation

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