Schweiz
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Der Sip (Sicherheit Intervention Praevention) Mitarbeiter Milos Micanovic auf seiner Patrouille durch die Zuercher Innenstadt, aufgenommen am Weihnachtsabend am Samstag, 24. Dezember 2016. Die Sip Zueri kombiniert aufsuchende Sozialarbeit mit ordnungsdienstlichen Aufgaben im oeffentlichen Raum. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Die SIP läuft regelmässig neuralgische Punkte in der Stadt Zürich ab. Bild: KEYSTONE

Süchtige, Obdachlose und mittendrin die Sip Züri – wenn Corona ganz unten ankommt

Drogen trotz geschlossenen Grenzen, Geld trotz Lockdown, obdachlos sein trotz Pandemie – die Coronakrise trifft Randständige in der Schweiz hart. Soziale Einrichtungen tun ihr bestes, um den Schwächsten im Land zu helfen. Ein Spaziergang durch die Unterschicht der Stadt Zürich.



«Spaziergang im Park, hä?»,

ruft ein Mann mit Lederjacke und Sonnenbrille neckisch, als er forschen Schrittes auf dem Holzweg im Schanzengraben an den beiden Sip-Mitarbeitern vorbeiläuft. Die Sozialarbeiter der Sicherheit, Intervention, Prävention, kurz Sip Züri, sind es sich gewohnt, angepöbelt zu werden. Es gehört zum Berufsrisiko.

Trotzdem stehen sie jeden Tag auf der Strasse und laufen neuralgische Punkte ab. Niemand kennt die Gassen der Stadt Zürich besser, niemand kennt die Obdachlosen, Drogensüchtigen, Hilfsbedürftigen der Stadt Zürich besser – eine Gruppe, die während der Coronakrise buchstäblich auf der Strecke blieb.

Sozialwerke wie jene von Pfarrer Sieber mussten ihre Gassencafés schliessen, der berühmte Pfuusbus im Albisgüetli ebenfalls. Provisorien wurden erbaut, Festzelte anstatt Pfuusbus, Essensgutscheine statt «Sunestube», Hilfsangebote in Selbstorganisation statt grosser Sozialwerke.

People queue to receive bags with free food and essential products received from donations at the ice stadium Les Vernets, in Geneva, Switzerland, Saturday, May 30, 2020. Following the pandemic coronavirus COVID-19 casts a spotlight on the usually invisible poor people of Geneva. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Mehrere tausend Menschen standen Ende Mai in Genf für Essenspakete Schlange. Bild: keystone

Mara Brügger, 28, die braunen Haare zu einem Rossschwanz gebunden, die Füsse in schwer aussehenden Gore-Tex-Wanderschuhe gepackt und Raoul Andres, 34, die Haare zu kurz für einen Rossschwanz, dafür mit stattlichem Schnauz und Dreitagebart, die Füsse in leichter anmutende Wanderhalbschuhe gehüllt, zählen diese vulnerablen Personen zu ihren «Klienten». Sie vermitteln Obdachlose an verschiedene Hilfsorganisationen, sprechen mit randalierenden Jugendlichen über ihren Alkohol- und Drogenkonsum und führen im Winter Kältepatrouillen durch.

Während der Coronakrise gar nicht so einfach.

Auch bei der Sip Züri galt: Die Ressourcen wurden auf die vitalen Leistungen reduziert. Konkret bedeutet das: Zeitweise war nur noch ein Duo unterwegs, anstatt der üblichen zwei bis drei Zweierteams. Trotzdem mussten regelmässiger als sonst Personen auf der Gasse aufgesucht werden, um zu schauen, ob sie erkrankt sind oder sonst etwas brauchen. Auch mussten häufiger als sonst Personen betreut werden, die in eine psychische Krise geraten sind und mit psychiatrischen Einrichtungen vernetzt werden mussten.

Mittlerweile konnte die Sip Züri aber wieder auf Normalbetrieb hochfahren und Andres und Brügger laufen heute, wie an vielen anderen Tagen auch, neuralgische Punkte in der Stadt ab. Von der Selnaustrasse geht es hinunter in den Schanzengraben, dem durchsichtig schimmernden Wasser entlang, am neckisch grüssenden Herrn vorbei.

Eine bunte Mischung aus Zürcher Boheme, Randständigen, Jugendlichen, die Gras rauchen und Angestellten, die ihre Pause in der Sonne am Wasser verbringen, verweilt hier unten. Eine Frau im farbigen Rock und Tanktop meditiert im Schneidersitz, wenige Meter weiter küsst sich ein Pärchen innig. Sie sind barfuss.

Der Schanzengraben, ein unauffälliger Konsumort. Schützte er früher die Stadt vor Eindringlingen, schützt er heute Drogensüchtige vor den eindringlichen Blicken der restlichen Bevölkerung.

Drogen sind ein omnipräsentes Thema bei der Sip Züri. Viele ihrer Klienten sind suchtkrank. Mit der Schliessung der Grenzen befürchteten diese, dass der Drogenhahn zugedreht wird. Doch der Markt regelt: Wo eine Nachfrage, da auch ein Angebot. «Es kam kurzfristig zu Preisschwankungen», sagt Raoul Andres, «die Preise haben sich jedoch wieder eingependelt.» Ein grösseres Problem sei die Beschaffung des Geldes für die Drogen gewesen. Aufgrund der Stay-at-Home-Devise hat sich das Betteln deutlich erschwert. Kam man trotzdem zu Geld und später zu Stoff, konnte man ihn in einem der Konsumräume der Stadt zu sich nehmen.

Eine Sip (Sicherheit Intervention Praevention) Mitarbeiterin, steht vor dem Eingang der Drogenanlaufstelle Strichplatz Depotweg, aufgenommen am Mittwoch, 29. April 2020, in Zuerich. Die Stadt Zuerich sorgte fuer eine Notloesung in Altstetten, da die gewohnten Kontakt- und Anlaufstellen (K&A) geschlossen werden mussten. (KEYSTONE/Alexandra Wey).

Ein Sip-Mitarbeiter vor dem Provisorium Strichplatz Depotweg in Altstetten. Bild: KEYSTONE

Vor solch einem stehen nun auch Andres und Brügger. Die Kontakt & Anlaufstelle Kaserne an der Militärstrasse bietet Süchtigen einen Ort, an dem sie geschützt und mit sauberen Utensilien konsumieren können. Vor dem Eingangstor steht Kevin Freuler, ein grosser, bulliger Mann, er trägt Schutzmaske, sein Handgelenk ziert ein Armband mit einem Alarmknopf. Immer wieder huschen Gestalten an Freuler vorbei, einige grüssen und halten einen kurzen Schwatz, andere stürmen regelrecht durch das Tor. Freuler zählt die Leute, die zum geschützten Konsumieren gekommen sind. 60 dürfen es sein. So sieht es das Schutzkonzept vor.

Künstler, 40, Vater, sucht ...

Gleich auf der anderen Strassenseite, quasi ein Stockwerk höher im Hochhaus der sozialen Schichten, gleiten drei Dosen schwarze Bohnen und eine Dose eingelegte Ananas dem leicht klebrigen, leise surrenden Kassenband entlang.

«Hani gnueg Münz geh? Brucht's no mee?»,

sagt eine Frau um die vierzig und kramt in ihrem Portmonnaie. Sie trägt eine grosse Sonnenbrille, silbrig schimmernde Flanellhosen und eine Vielzahl an sehr langen Schals.

Auch hier, im Caritas-Laden, gibt es ein Schutzkonzept. Zwei Meter hinter der kapriziösen Dame wartet Beni, seine Tochter Nola auf dem Arm, darauf, seinen Einkauf bezahlen zu können.

Beni ist 40 Jahre alt, er stammt aus Basel und wohnt «schon ewig in Zürich». Er ist Schauspieler. Eigentlich. Momentan hofft er, bald wieder Schauspieler zu sein. Denn seit die Theater des Landes ihre Pforten schlossen, ist Beni arbeitslos. Und obwohl die Pforten unlängst wieder offen sind, ist er immer noch arbeitslos.

«Es ist eine schwierige Zeit. Ich warte immer noch auf Geld der Arbeitslosenkasse, aber ich weiss nicht, wie viel da kommen wird. Als projektabhängiger Schauspieler fällt man rechtlich zwischen Stuhl und Bank. Veranstalter müssen Honorare bis 1000 Franken den Behörden nicht angeben»,

sagt Beni. Hätte seine Frau keinen Job, dann würde es düster aussehen. Finanziell kommen sie gerade noch über die Runden, die stark vergünstigten Lebensmittel in den Caritas-Läden helfen enorm.

Hunderte Einkaufskarten hat die Caritas während der Coronakrise ausgeteilt. 780'000 Menschen sind von Kurzarbeit betroffen und müssen dementsprechend ein um 20 Prozent tieferes Einkommen in Kauf nehmen. In der Schweiz leben laut Angaben der Caritas zudem 660'000 Armutsbetroffene, weiter leben eine halbe Million Menschen knapp über der Armutsgrenze. «In einer solchen Situation kann es fatal sein, wenn das Einkommen nur um ein paar Hundert Franken sinkt», sagt Stefan Gribi, Pressesprecher der Caritas Schweiz.

Mit den sinkenden Einkommen stiegen die Anfragen für Sozialberatungen bei der Caritas sprunghaft an. Zudem hat die Hilfsorganisation seit März rund 6000 Mal Überbrückungshilfe geleistet, mit Beiträgen bis zu 1000 Franken.

In der Sozialhilfe selbst gibt es seit Ausbruch der Krise 8000 Neuanmeldungen, die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe SKOS schätzt, dass in den nächsten anderthalb Jahren 50'000 bis 90'000 Personen in die Sozialhilfe geraten.

Beni B. will dies unbedingt vermeiden. Er ist bereits im Gespräch für neue Theaterprojekte, langsam sieht der 40-Jährige wieder Licht am Ende des Tunnels. Er schnappt sich Töchterchen Nola und die XXL-Packung eingekaufter Windeln und zieht über das Kasernenareal von dannen.

Auch die beiden Konfliktvermittler der Sip Züri laufen über die Wiese des Kasernenareals. «Unsere Klienten sind ziemlich gut über das Coronavirus informiert», meint Brügger. Viele seien übervorsichtig, gar ein bisschen panisch, tragen Masken und waschen sich die Hände so oft wie möglich. Niemand will sich in der Gasse mit dem Virus infizieren, zu gross die Unsicherheit über die eigenen Vorerkrankungen.

Brügger und Andres müssen ebenfalls stets darauf achten, ihren Klienten nicht zu nahe zu kommen. Das verlangt mitunter künstlerisch anmutende Taktiken. Als die beiden Richtung Militärstrasse laufen, entdecken sie zwei Klienten, die gerade konsumiert haben. Einer der beiden scheint Probleme auf dem hölzernen WC-Häuschen zu haben, der Kollege will die besorgten Sip-Arbeiter beruhigen. Er kommt Andres mit jedem Satz ein bisschen näher, Andres weicht mit jedem Satz einen Schritt zurück. Dann ein Schritt nach rechts. Dann ein Schritt nach links. Andres tanzt den Corona-Walzer des Abstands, bis sich die Lage beruhigt.

Bild

An der Langstrasse warten hunderte Menschen auf Essenspakete von Schwester Ariane. bild: watson

An der Langstrasse angekommen, ist diese bereits gut besucht. Wie sie oft auf der Partymeile Zürichs, könnte das Klientel unterschiedlicher nicht sein: Vor dem Hiltl halten orange-weiss leuchtende Pylonen hunderte Prostituierte, Obdachlose, Bedürftige und Dorgensüchtige in Reih und Glied. Alle warten sie auf ein Essenspaket von Schwester Ariane und ihrem Verein «Incontro».

Gleichzeitig frönen erste Gruppen junger Leute auf der Piazza Cella dem Wochenendanfang. Laute Musik ertönt aus einer scheinbaren Myriade an portablen Lautsprechern, Latino- und Shishabars. Kastenwägen der Polizei kurven durch die engen Gassen, alle sich darin befindenden Beamten beobachten mit strengem Blick die Lage.

Im Gassencafé Sunestube vom Pfarrer Sieber, das nach zweimonatiger Pause gerade wieder öffnete, sitzt ganz gemütlich ein älterer Herr mit Wanderausrüstung, Kaffee und dem heutigen Kreuzworträtsel auf dem Tisch.

Überleben im Wald

«Sommergrippe? Ham’s da ins Hirn gschissn?»,

ruft Karl aufgebracht. Sein buschiger, weisser Schnurrbart wallt in Symbiose mit seiner steigenden Empörung. Der Österreicher aus der Nähe von Linz, seit 10 Jahren in der Schweiz, seit 5 Jahren obdachlos, ärgert sich immer wieder über die Corona-Skeptiker.

Er ist fast gestorben, Anfang März im Spital Triemli. Zuerst dachte er, es sei nur eine Erkältung. Im Pfuusbus vom Sozialwerk Pfarrer Sieber kann es eng werden, da geht schnell mal was rum. Einmal angehustet «und dann hat man den Salat.» Karl aber glaubt an ein universelles Gleichgewicht, an Geben und Nehmen, also teilt er seine Dinge. Kommt in Kontakt mit anderen Leuten. Doch bald wurde es schlimmer, er ging ins Spital im Triemli – und wurde weggeschickt.

«Sie wollten keine Risikopatienten haben. Ich bin kein Risikopatient. Ich bin 58, bei bester Gesundheit, rauche nicht, trinke nicht. Nehme keine Drogen. Deppert»,

sagt Karl. Er zieht das Ladekabel aus seinem Smartphone, die Powerbank ist leer. Er kramt in seinem Wanderrucksack und zieht eine zweite Powerbank heraus. Mit seiner rot-gelben Windjacke und den khakifarbenen Trekkinghosen wirkt der vierschrötige Österreicher wie ein typischer Wandersenior, der sich im hochverdienten Rentenalter den schönen Seiten des Lebens zuwendet und sich zum Unmut der arbeitenden Bevölkerung um 07:30 Uhr mit Sack und Pack und Wanderstöcken in den vollgestopften Zug quetscht.

Karl ist zwar kein Wandersenior, wohl aber Überlebenskünstler. Er fährt auch nicht Zug, sondern Fahrrad. Seit fünf Jahren lebt er in einem Wald am Stadtrand. Wo genau, will er nicht verraten:

«Im Winter schlafe ich im Pfuusbus, den Rest des Jahres im Wald. Ich gehe um zehn Uhr abends dort hin, stehe um halb sieben wieder auf. Mich hat noch nie jemand entdeckt, und das soll auch so bleiben.»

Doch als sein Zustand sich weiter verschlechterte, musste er zum ersten Mal in fünf Jahren in einem neuen Bett schlafen. Zwei Wochen lag er im Spital, schrammte nur hauchdünn am Beatmungsgerät vorbei. Das habe er seinem gesunden Lebensstil zu verdanken, meint Karl.

Und doch konnte er danach nicht einfach Zuhause bleiben, wie es die Plakate des BAG, die Zeitungen, die Radio- und Fernsehsendungen unisono forderten. Also ging er ins Fachspital «Sune-Egge» von Pfarrer Sieber, dort wurde er wieder aufgepäppelt.

Karl nimmt den letzten Schluck seines Kaffees. Von Dienstag bis Samstag sitzt er in der «Sunestube», er kriegt eine warme Mahlzeit und Gesellschaft. Die randlose Lesebrille hat er auf seinen kahlen Kopf geschoben, das Kreuzworträtsel aus der Gratiszeitung ist gelöst.

«Für uns Obdachlose war es in dieser Zeit schon schwierig. Zwischen der Schliessung des Pfuusbus und der Öffnung anderer sozialen Einrichtungen lag eine Woche, da musste man schauen, wie man durchkommt. Schau dir mal die Schlange an bei den Essensausgaben an der Langstrasse, da sind viele neue Leute dabei. Aber Verhungern tut man in Zürich nicht. Und Corona hatte auch sein Gutes: Viele Menschen haben bemerkt, das es nicht wichtig ist, ein neues Telefon zu haben, oder am Wochenende nach London zu fliegen. Wichtig ist nur eines: Gesundheit.»

Mit Gras gegen Corona

Marihuana-Schwaden liegen in der Luft, ein beissender Citrus-Geruch strömt über die Bäckeranlage in Zürich.

«Ist Corona schon vorbei?»,

fragt ein kleiner Mann mit einem grossen Joint in der Hand. Er trägt Sandalen, dunkle Cordhosen, die beim Laufen über den Boden schleifen und ein Polohemd. Seine Halbglatze lässt vermuten, dass er sich bereits in einem Alter befindet, in dem andere sich Midlife-Crisis-bedingt eine Harley kaufen. Er jedoch hört Trap-Musik und muss beinahe schreien, um das plärrende, Autotune-geschwängerte Gemurmel aus den portablen Boxen zu übertönen.

Raoul Andres und Mara Brügger bleiben stehen und schauen sich den kleinen Mann an. Er grinst, legt seine Hand aufs Herz.

«Nicht ganz»,

sagt Andres, grinst ebenfalls und läuft weiter.

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37Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Saerd neute 28.06.2020 12:59
    Highlight Highlight Drogen sind ein omnipräsentes Thema.


    Drogen machen einsam, arbeitslos, abhängig, krank...... Kein einziges positives Adjektiv fällt bei Drogen.
    Und doch wird in linken Kreisen immer wieder eine Legalisierung und damit gewissermassen eine Anerkennung und eine Verharmlosung gefordert. Für mich sind Drogen definitiv gefährlicher als die Grippe Namens Covid19.
    • bokl 28.06.2020 13:31
      Highlight Highlight @Saerd
      Sie fordern also ein Verbot von Alkohol und Tabak?
    • Kleine Hexe 28.06.2020 13:33
      Highlight Highlight Legalisierung bedeutet nicht Anerkennung und Verharmlosung. Legalisierung bedeutet einen effizienteren Jugendschutz. Und bessere Möglichkeiten, um Suchtkranke zu betreuen.
      Alkohol und Nikotin sind ebenfalls Drogen. Und mit der Prohibition hat man ja gesehen, wie gut Verbote funktionieren...
    • Hierundjetzt 28.06.2020 14:03
      Highlight Highlight Saerd: zum 10‘000x es ist keine Grippe sondern eine tödliche Lungenkrankheit. Warum machst Du das? Bringt doch nichts.

      Drogenkonsum: Eigene Wahl.
      Nein, Heroin / Kokain / Ice wird Dir nicht unter Zwang verabreicht 🤦🏼‍♂️

      Corona: Keine Wahl
      Deine Grippe: Keine Wahl
    Weitere Antworten anzeigen
  • PrinzLionel 28.06.2020 12:19
    Highlight Highlight Ein guter Bericht über verschiedene Situationen. Sehr gut geschrieben.
    Und danke, dass dieses Thema auch mal thematisiert wurde.
  • damarbu 28.06.2020 11:55
    Highlight Highlight Ein sehr gelungener Artikel, wie ich finde! Süchtige Menschen haben während der Pandemie mit einer Doppelbelastung zu kämpfen: Zusätzlich zu den Hygiene- und Abstandsmassnahmen müssen sie Tag für Tag mit ihrer Sucht leben.

    Das haben wir auch in Chur, eine der grössten (noch) offenen Drogenszenen der Schweiz festgestellt, wo wir während des Lockdowns mit Betroffenen und verschiedenen Institutionen gesprochen haben. Daraus ist die Reportage «Corona uf de Gass» entstanden: https://vimeo.com/427528203
    • ikbcse 28.06.2020 13:28
      Highlight Highlight @damarbu
      Worauf stützt Du Deine Aussage, dass Chur eine der größten (noch) offenen Drogenszenen der Schweiz habe?

      Meine Beobachtung ist eher, dass die offene Drogenszene in den letzten Jahren schweizweit (und gemäß Artikeln aus der FAZ wohl auch deutschlandweit) besorgniserregend gewachsen ist.
    • damarbu 29.06.2020 10:25
      Highlight Highlight Unter einer offenen Drogenszene verstehe ich in diesem Fall, wenn in einer Stadt an einem bestimmten Ort wie zum Beispiel in einem Park konsumiert wird und es in der ganzen Stadt keine Möglichkeit gibt, unter hygienischen Bedingungen zu konsumieren.

      Meine Aussage stützt sich auf persönliche Beobachtungen in den letzten Jahren sowie den Aussagen von lokalen Politikern und Leiter*innen von verschiedenen Institutionen für Suchtkranke in Chur. In der Schweiz gibt es in kleineren Städten wie zum Beispiel Olten oder Biel Konsumationsräume, in Chur fehlt ein solches Angebot bis jetzt.
  • Noblesse 28.06.2020 10:37
    Highlight Highlight BAG soll seinen Fehler mal zugeben und Maskenpflicht im ÖV und Innenräumen verlangen. Dann wäre auch Randständigen indirekt geholfen. Übertragung wird verringert. Italostudie weist Maskentragen als wirksam nach. Sorry, Hr und Fr CHer fühlen sich wohl zu hübsch für temporäres Maskentragen. Für mich lächerlich sowas!!!!
    • Blues 28.06.2020 11:37
      Highlight Highlight Du hast recht, Punkt.
    • Maya Eldorado 28.06.2020 11:58
      Highlight Highlight Im Prinzip habt ihr recht. Aber nicht alle fühlen sich zu hübsch für temporäres Maskentragen, die keine tragen.
      Es gibt auch Menschen, die das traumatisiert und deshalb mit Makse früher oder später die Luft wegbleibt. Das sind traumatische Erinnerungen, die vielleicht nicht bis ins Bewusstsein reichen.

      Und vergesst nicht: Es gibt Menschen die nicht mehr gut oder nicht mehr so gut hören, die verstehen dann gar nichts mehr, wenn ihr nicht ganz langsam und sehr deutlich sprecht und ganz in hre Richtung schaut.
    • Hierundjetzt 28.06.2020 12:08
      Highlight Highlight Maya: du benennst ernsthafte psychische Probleme.

      Nicht gesundheitliche.

      Wenn Dein Lungenvolumen so klein ist, dass Du keine Maske tragen kannst, kannst Du auch keine Einkäufe machen oder ins Team einsteigen.

      Dann bist Du reif fürs Spital.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lukas der Lokomotivführer 28.06.2020 10:29
    Highlight Highlight Lieber Schauspieler Beni, für Kulturschaffende ist jeder Franken Einkommen AHV-Pflichtig.
    • Katzenseekatze 28.06.2020 12:02
      Highlight Highlight Arrogantes Statement 😖
    • Lukas der Lokomotivführer 28.06.2020 12:17
      Highlight Highlight Mag sein, macht seine Aussage, dass Veranstalter Gagen erst ab 1‘000 Franken den Behörden melden müssen nicht richtiger.
  • Ricardo Tubbs 28.06.2020 09:47
    Highlight Highlight in der schweiz muss niemand auf der strasse leben.selbstgewähltes schicksal, habe kein mitleid.
    • Jeremy Liquidpsy 28.06.2020 10:09
      Highlight Highlight Wie kann man nur so ignorant sein.. da fehlen mir glatt die Worte.
    • lilas 28.06.2020 10:11
      Highlight Highlight Mitleid hilft auch keinem aber Mitgefühl.
      Das jedoch, ist eine Fähigkeit, die leider nicht jedem gegeben ist.
    • Maya Eldorado 28.06.2020 10:34
      Highlight Highlight Wenn man seine Wohnung verliert, ohne eine neue zu haben, sollte man sich nie, nie bei der Gemeinde abmelden, weil man sich ohne eine Wohnung nirgends anmelden kann. Ist man nirgends angemeldet, verliert man auch die Möglichkeit von irgendwoher Solzialgeld beziehen zu können.
      Und das kann dann ganz perfid enden, weil man ohne Wohnung auch kaum Arbeit findet. Ein Teufelskreis der einen fix-und-fertig machen kannn.
      Vielleicht sieht das der eine oder andere vielleicht so etwas anders, wenn jemand um ein "Fränkli" bittet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dummbatz Immerklug 28.06.2020 07:36
    Highlight Highlight Danke für den Einsatz für die Schwächsten 🙏🏼

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