Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Nicole Baur, gauche, candidate pour les Verts de la ville de Neuchatel, reagit a cote de Cloe Dutoit, droite, lors des elections communales dans le canton de Neuchatel le dimanche 25 octobre 2020 a Neuchatel. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Vertreterinnen der Grünen checken die neusten Resultate der Wahlen in Neuenburg. Bild: keystone

Grüne und GLP räumen bei Wahlen in Neuenburg ab ++ Historische Schlappe für SP



Die Grünen und die Grünliberalen sind die Gewinner der Kommunalwahlen in den beiden grössten Städten des Kantons Neuenburg. Verliererin ist die SP, die sowohl in La Chaux-de-Fonds als auch in Neuenburg einen Sitz an eine der beiden Parteien verlor.

Die Grünliberalen gewannen bei der Wahl vom Sonntag erstmals einen Sitz in der Exekutive der Gemeinde Neuenburg. Der Erfolg gelang Grossrat Mauro Moruzzi.

Der Erfolg geht zu Lasten der Sozialdemokraten, die ihren zweiten Sitz im Gemeinderat verlor. Anne-Françoise Loup (SP) wurde abgewählt. Ihr Parteikollege Thomas Facchinetti schaffte hingegen die Wiederwahl.

Weil die FDP ihre beiden Sitze verteidigen konnte, schwenkt die Stadtexekutive nach rechts. Die Freisinnige Violaine Blétry-de Montmollin erzielte mit 3496 Stimmen das beste Ergebnis. Ebenfalls gewählt wurde Didier Boillat, Präsident der FDP des Kantons Neuenburg.

Bei den Grünen wurde die gescholtene Baudirektorin Christine Gaillard abgewählt. Dafür schaffte ihre Parteikollegin Nicole Baur die Wahl.

Historischer Sitzverlust für SP

In La Chaux-de Fonds, der grössten Stadt im Kanton, kehren die Grünen in den Gemeinderat zurück. Die SP verliert einen der beiden Sitze, die sie seit 1918 inne hatte. Der Grossrat und Präsident der Grünen des Kantons Neuenburg, Patrick Herrmann, erzielte mit 2858 Stimmen sogar das beste Resultat aller Kandidaten.

Abgewählt wurde Katia Babey (SP). Der zweite Sozialdemokrat, Théo Huguenin-Elie, sowie Théo Bregnard von der Partei der Arbeit konnten ihre Sitze verteidigen. Sie waren die einzigen Bisherigen im Kandidatenfeld.

Bei den Bürgerlichen hält die FDP ihren Sitz. Der ehemalige Unesco-Generalsekretär Jean-Daniel Jeanneret-Grosjean wird Nachfolger von Sylvia Morel. Die SVP verteidigt mit dem Unternehmer Thierry Brechbühler den Sitz des zurückgetretenen Marc Arlettaz.

In der neuen Exekutive der Uhrenmetropole sind somit keine Frauen mehr vertreten.

Verspätung wegen Computer-Panne

Wegen einer Informatikpanne, die am Sonntag die Auszählung der Wahlzettel verunmöglicht hatte, wurden die Resultate erst am Montagabend bekanntgegeben. Ein Fehler im Zusammenhang mit dem neuen Wahlerkennungsmodul hatte zu einem Zusammenbruch des Systems geführt.

Die kleinen Gemeinden zählten daher manuell aus. In grösseren Orten wie La Chaux-de-Fonds, der Kantonshauptstadt Neuenburg und Le Locle, wurde die Zählung vorübergehend unterbrochen. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Wahlen 2019: Das sind die Neuen in Bern

Jans genau erklärt: Mobilisierung

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Deutschland macht vorwärts, die Schweiz lässt sich Zeit – kommt es nun zum Impftourismus?

Plötzlich geht es schnell: Länder wie Deutschland oder die USA wollen noch in diesem Jahr mit Impfungen gegen Covid beginnen. In der Schweiz lässt man sich derweil Zeit. Zu einem Impftourismus wird es aber wahrscheinlich nicht kommen.

In rot-weissen Leuchtwesten stehen sie in der Schlange, auf dem Arm das prägnante rote Kreuz. Alle warten sie darauf, geimpft zu werden. Zumindest symbolisch.

In Deutschland finden bereits erste Testläufe in eilig aus dem Boden gestampften Impfzentren statt. Mehrere tausend Personen will das Deutsche Rote Kreuz ab dem 15. Dezember pro Impfzentrum und Tag impfen können. Wenn denn das Vakzin gegen Covid19 rechtzeitig da ist. Viel später dürfte es indes nicht werden: Der deutsche …

Artikel lesen
Link zum Artikel