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Zürich hat jetzt einen Weihnachtsmarkt – wir haben ihn besucht

Corona mit Glühwein abtöten? So einfach ist das leider nicht. Genauso wenig wie die Umsetzung eines Weihnachtsmarktes in Zeiten der Pandemie. In Zürich auf dem Bauschänzli wagt man es trotzdem – ein Besuch zur Eröffnung.



Im Nu ist auf dem Zürcher Bauschänzli ein neuer Weihnachtsmarkt, ja gleich eine ganze Weihnachtsinsel, aus dem Boden gestampft worden. Gestern feierte der Markt seine Eröffnung.

Trotz Aufwand, Risiko und einiger böser Stimmen, die sich fragen, ob es einen Weihnachtsmarkt während einer Pandemie braucht, sind sich die Organisatoren Sigi Gübeli und Daniel Kolbe einig: «Ja, das braucht es. Es gibt viele Menschen, die sich soziale Kontakte in einem kontrollierten Umfeld wünschen – gerade in der Vorweihnachtszeit.»

Wie es auf dem Weihnachtsmarkt aussieht, was Besucher dazu sagen und wie man sich schützen will, siehst du im Video:

Video: watson/Chantal Stäubli

Die Idee, auf der künstlich angelegten Flussinsel doch noch Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen, entstand erst vor einem Monat. Denn in normalen Jahren gastiert jeweils der Circus Conelli zu dieser Zeit auf dem Bauschänzli. Doch dieser musste wegen der Pandemie in diesem Jahr seine Vorstellungen absagen.

Das Schutzkonzept des Marktes sei erst vor einer Woche bewilligt worden und ist mit sehr viel Mehraufwand verbunden. Eine von zahlreichen Auflagen schreibt vor, dass man Essen und Getränke nur an einem Tisch konsumieren darf. Die Tische sind auf vier Personen limitiert und müssen die erforderlichen Abstände gewährleisten.

Wenn man etwas bestellen möchte, macht man das nicht wie gewohnt an einem Glühwein- oder Essstand, sondern gleich am Tisch via QR-Code. Bezahlen kann man nur über TWINT oder Apple Pay. Bargeld wird nicht akzeptiert. Essen und Getränke wie Glühwein, Raclette, Waffeln, Suppen und Würste werden dann direkt an den Tisch serviert. Sigi Gübeli sagt: «Für diesen Mehraufwand braucht es doppelt so viel Personal als üblich.»

Viel Aufwand wurde in kurzer Zeit auch in die Deko gesteckt. Zum Beispiel in die Minihäuser, die man für vier Personen für einen «privaten» Racletteabend reservieren kann.

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Die mit viel Liebe eingerichteten Minirestaurants wurden nach den sechs höchsten Bergen des Kantons Zürichs benannt. Eines davon ist der Uetliberg. bild: watson

Weiter hinten auf der «Insel» gibt es eine Kuschelecke mit Blick auf die Limmat, die aus einem Tablettewagen besteht, den man sonst eigentlich von der Kantine kennt.

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bild: watson

Wer es noch etwas romantischer mag, für den gibt es sogar eine ...

Mistelzweignische.

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bild: watson

Zürich hat also seinen Weihnachtsmarkt in Windeseile aufgestellt, trotzt der Pandemie. 300 Personen dürfen gleichzeitig auf das Bauschänzli. Das Bedürfnis nach etwas Normalität in der Weihnachtszeit scheint gross. Eines ist aber schon jetzt klar: Der Weihnachtsmarkt auf der fünfeckigen Insel wird in dieser Form einmalig bleiben.

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