DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

So sehen die Menschen der «ersten» Memes heute aus

Seit dem Aufkommen von Social-Media-Plattformen zu Beginn der 2010er-Jahre gehören Memes zum guten Ton unter Digital Natives. Sie ändern immer schneller Ton und Referenz, doch die Meme-Urväter werden wir nie vergessen.
24.08.2019, 08:16

Manche sind offensichtlich, manche abstrakt, einige autoreferentiell, wieder andere hingegen bewegen sich auf einer perfiden Metaebene – Memes sind schwer zusammenzufassen und kaum verallgemeinerbar. Dennoch gehören sie mittlerweile beinahe in jedes (jüngere) soziale Umfeld.

Prinzipiell lässt sich, insbesondere in Bezug auf den Ursprung dieses Online-Phänomens, sagen, dass es eine schlichte (ästhetisch nicht wirklich ausgefuchste) Kombination von Text und Bild ist, die einen bestimmten Nerv trifft. Am besten ist es sicherlich mal, «relatable» zu sein.

Genau das machte die ersten Memes so erfolgreich: Menschen erkannten sich wieder oder lachten über sich selber (ohne es zu merken) oder andere – denn jeder*r hat diesen einen Freund, der ... Werfen wir mal einen Blick drauf, was aus diesen Gesichtern so geworden ist!

Liebe Userinnen, liebe User. Um euer Verständnis bittend, sei hiermit offenbart, dass auf Übersetzungen der Memes bewusst verzichtet wurde. Memes können nicht (guten Gewissens) übersetzt werden. Wir hoffen, dass trotzdem alle verstehen, um was es geht. Ebenso wurde bewusst auf Memes von bekannten Persönlichkeiten verzichtet. Die stehen ja sonst schon genug im Rampenlicht.

«Disaster Girl»

Die Bildvorlage:

Einige ausgewählte Beispiele:

Bild: imgflip
Bild: imgflip

Ob als eigenständiges Meme oder als Teil eines Photoshop-Battles – das Mädchen mit dem schelmisch-bösen Blick vor dem brennenden Haus kennen die meisten. Das Bild entstand aber 2008. Und 11 Jahre später?

Sieht «das Mädchen» so aus:

Surprise
Bild: instagram

Und bleibt ihrer Rolle treu:

Surprise
Bild: instagram

Das «Disaster Girl» heisst Zoe Roth. Wie man auf dem zweiten Bild sieht, ist sie sich ihres Meme-Daseins immer noch bewusst, ohne die Öffentlichkeit allerdings direkt zu suchen.

«Bad Luck Brian»

Die Bildvorlage:

Einige ausgewählte Beispiele:

Bild: imgur
Bild: imgur
Bild: imgur
Bild: imgur

Alles, was mit Ironie, Peinlichkeit und Pech verbandelt ist, stösst «Bad Luck Brian» zu. Oder viel eher den Menschen, die ihre Missgeschicke (ob real oder fiktiv, Hans was Heiri) kathartisch über ihn mit der Öffentlichkeit teilen wollten. Seit 2012 hielt Bad Luck Brian seinen Kopf dafür hin. Und heute?

Das ist «Bad Luck Brian» 2018:

Surprise
Bild: facebook

Der junge Herr heisst Kyle Craven. Er hat die Rolle als Bad Luck Brian angenommen, versucht sich immer mal wieder als Comedian und scheint mit seinem Meme-Alter-Ego keine grosse Mühe zu haben, wenn man folgendem Bild glauben darf.

Surprise
Bild: facebook

«Scumbag Steve»

Die Bildvorlage:

Einige ausgewählte Beispiele:

Bild: imgur
Bild: imgur
Irgendwann reichte sogar der Hintergrund als Referenzpunkt.
Irgendwann reichte sogar der Hintergrund als Referenzpunkt.
Bild: imgur
Oder der «Scumbag-Steve-Hat», der sich als eigenständiges Symbol der «Scumbaggery» etabliert hat.
Oder der «Scumbag-Steve-Hat», der sich als eigenständiges Symbol der «Scumbaggery» etabliert hat.

Alle niederen Instinkte der Menschen, jegliches amoralisches Verhalten und sämtliche hinterlistige Charakterzüge wurden auf diesem Meme vereint. Und irgendwie kennt jede*r irgendjemanden, der den einen oder anderen Asi-Move in «Scumbag Steve»-Manier abgezogen hat. 2011 konnte man seinem Frust mit diesem Meme Luft verschaffen. Und welcher Mensch steckt dahinter?

Es ist dieser Herr:

Surprise
Bild: twitter

Mit seinem bürgerlichen Namen Blake Boston ist «Scumbag Steve» weiterhin auf sozialen Medienplattformen unterwegs. Zwar nur noch selten in seiner Meme-Rolle, dafür aber als engagierter Trump-Gegner auf Twitter. Sachen gibt's.

«Overly Attached Girlfriend»

Die Bildvorlage:

Einige ausgewählte Beispiele:

Bild: imgur
Bild: imgflip
Bild: imgflip

Das Meme ist eigentlich ein Standbild aus einem YouTube-Video von 2012, in dem die Protagonistin ihren eigenen (satirischen) Text zum Justin-Bieber-Song Girlfriend zum besten gibt. Und der ist nun mal ... na ja ... sehr ... Stalker-esk. Kein Wunder also, ist ihr Meme derartig eingefärbt. Und sieben Jahre später?

So sieht sie heute aus:

Surprise
Bild: instagram

Die junge Dame heisst eigentlich Laina Morris. Vom Fame ihres Memes konnte sie profitieren, zog ihren YouTube-Channel in neue Sphären, posierte mit Filmstars und war gern gesehener Gast auf Konferenzen. Diesen Sommer aber veröffentlichte sie ihr letztes Video, in dem sie offen über ihren Kampf gegen Depressionen sprach.

«Charlie bit my finger»

Wer kennt es schon nicht, dieses Video aus dem Jahr 2007?

Rund 870 Mio. Mal wurde das legendäre Video auf YouTube abgespielt, in dem der kleine Charlie seinem grossen Bruder in den Finger beisst. Was wohl aus den Jungs geworden ist?

2017 sahen die beiden Jungs dann so aus:

Surprise

Was sie so tun (und ob sie sich trotz Beiss-Attacke noch mögen), wird hier gezeigt:

(Für all jene, die kein Video schauen wollen: Es geht ihnen gut, das Video spielt heute kaum noch eine Rolle in ihrem Leben, der Vater würde es wieder genauso machen und das Video hochladen. Gerngsche.)

«First World Problems»

Die Bildvorlage:

Einige ausgewählte Beispiele:

Bild: imgur
Bild: imgur
Bild: imgur

DAS Meme schlechthin für alle, die beim Rumjammern immerhin merken, dass es womöglich doch eher ein Luxusproblem ist. Oder aber ein Meme für seichte Systemkritik. Ämelix. Das Meme kennen wir seit 2011, die Frau dahinter aber eigentlich nicht. Wer bist du, du mysteriös-verwöhntes Wesen?

Et voilà:

Surprise
Bild: twitter
Surprise
Bild: instagram

Die Dame heisst Silvia Bottini, ist Model und mittlerweile auch Schauspielerin. Das Foto entstand ihrem damaligen Freund zuliebe, der seine ersten Versuche als Stock-Fotograf unternahm und sie überzeugen konnte, für ein Stock-Foto zu weinen.

«Skeptical Baby»

Die Bildvorlage:

Bild: imgflip

Die ganze Wahrheit der Bildvorlage:

Bild: reddit

Einige ausgewählte Beispiele:

Bild: imgflip

Ein Blick, der eigentlich schon genug sagt, kombiniert mit solch kindlicher und doch nachvollziehbarer Naivität, die Alltags-Perspektiven aufbricht – mehr braucht es nicht für ein virales Meme. Der süsse Knirps ist seit 2012 quasi institutionalisierter Teil der Internetkommunikation. Ob er immer noch so skeptisch ist?

Hier das einzige Bild, das von diesem Jungen zu finden war, aus dem Jahr 2014:

Surprise
Bild: imgur
Surprise

Der Junge heisst Mason Thomas. Sein Meme hat er seinem Vater, Dave Thomas, zu verdanken (dem Herrn aus dem zweiten Bild). Dieser postete das Bild, das während eines Familien-Photoshootings entstanden ist, auf Reddit, wo es die Internetgemeinde dankbar aufnahm. Mehr ist nicht über ihn bekannt.

«Brent Rambo Approves»

Das Reaction-Gif, das wir alle kennen:

Animiertes GIFGIF abspielen

Das Gif zeigt einen Ausschnitt aus einem Apple-Werbespot für Desktopprodukte aus den frühen 1990er-Jahren. Und eignet sich heut vor allem dazu, kurz und knapp «ok cool» zu sagen. Was wurde wohl aus ihm?

Ein aktuelleres Gif derselben Person:

Surprise
gif: imgur

Seine jugendliche Werbespot-Modelphase führte Brent Rambo nicht weiter. Jedoch arbeitet er mittlerweile in der Tech-Branche. Also doch nicht allzu weit von seinem jungen Alter Ego entfernt.

«Success Kid»

Die Bildvorlage:

Einige ausgewählte Beispiele:

Bild: imgur
Bild: imgur

Insbesondere die kleinen Siege im Alltag wurden (oder werden?) mit diesem Meme zelebriert. Auch wenn es vermutlich eher ein kleiner Junge ist, der Sand gegessen hat, so wurde er doch zum Symbol eines passionierten Erfolgserlebnisses. Das war 2008. Und dann?

Heute sieht er so aus:

Surprise
Bild: facebook

Der ehemalige Junge und heutige Teenager heisst Sam Griner. Er betreut immer noch ein Facebook-Profil, das sein Meme zelebriert (auch wenn diesem der Anschein der mütterlichen Befeuerung anhaftet). Ob dies nun auch ein «Win» ist oder nicht – für einmal lässt uns das «Success Kid» im Dunkeln.

Bonus: «Hide the Pain Harold»

Die Bildvorlage:

«Hide the Pain Harold» ist dieser Teil in uns, der das Gesicht wahren will, während wir innerlich zerbersten. Tragisch, klar, aber eben auch ein wenig lustig. Dieses tragikomische Meme ist eines der wenigen, das es über längere Zeit geschafft hat, aktuell zu bleiben.

Anstatt nur zu schauen, wie der Ungar András Arató – so Harolds richtige Identität – heute aussieht (Spoiler: Die Haare sind noch weiss), zeigen wir euch hier seinen TED-Talk. Darüber, wie er seinen Werdegang vom prämierten Wissenschaftler (oh ja!) zum Internet-Meme über Nacht miterlebt hat.

Gestatten: Ein TED-Talk von einem Meme

András Arató.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

17 (+1) Plattencover-Memes, die dein Leben genau beschreiben

1 / 20
17 (+1) Plattencover-Memes, die dein Leben genau beschreiben
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Darum verbietet China den neuen Winnie Puuh Film

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

22 Touristen aus der Hölle, die Respekt vor gar nichts haben

Massentourismus und Lokalkultur vertragen sich per se nicht. Doch dann gibt es noch vereinzelte Vollidioten (und nein, für dieses Wort muss man sich in diesem Kontext nicht entschuldigen), welche diese Divergenz auf die Spitze treiben.

Das Phänomen ist definitiv kein Novum: Touristen kommen in Massen, reissen sich alles unter den Nagel, was als «authentisch» gilt, glauben für ein paar Tage (oder Stunden) wie locals zu leben, steigen in ihre Cars und hinterlassen eine malträtierte Lokalkultur, geschunden von ihrer Ignoranz.

Ein Beispiel hierfür lieferte letztens eine Influencerin, die sich in Bali mit heiligem Wasser bespritzen liess – ein Affront erster Güte für die lokale Bevölkerung. Auch in Europa fürchten sich immer …

Artikel lesen
Link zum Artikel