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Daniel Koch, Delegierter des BAG fuer COVID-19, spricht waehrend einer Medienkonferenz zur Situation des Coronavirus, am Montag, 27. April 2020 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

«Mr. Corona» erarbeitet für den SC Bern ein Schutzkonzept für die neue Eishockeysaison. Bild: KEYSTONE

SCB holt Daniel Koch und hofft von Beginn an auf Spiele mit Fans



Der SC Bern ist auf dem Transfermarkt tätig geworden. Er hat allerdings keinen neuen Spieler verpflichtet, sondern Daniel Koch. Der kürzlich beim Bundesamt für Gesundheit pensionierte «Mr. Corona» erarbeitet im Auftrag des SCB ein Schutzkonzept. «Wir haben damit die wohl kompetenteste Unterstützung bei der Suche nach den bestmöglichen Lösungen», schreibt SCB-Geschäftsführer Marc Lüthi am Donnerstag in seinem Blog.

Portrait vom CEO des SC Bern, Marc Luethi, am Montag, 13. August 2018, in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Will nicht alleine zuschauen müssen: Marc Lüthi. Bild: KEYSTONE

Lüthi macht den Berner Fans Hoffnung, dass die neue Eishockey-Saison im Herbst nicht mit Geisterspielen beginnen wird: «Im Moment sieht es danach aus, dass Sitzplätze ab September wieder zugelassen werden.» Ob zum Start der Saison 2020/21 auch bereits wieder Stehplätze erlaubt sein werden, stehe in den Sternen. «Sollten die Vorgaben für unsere Spiele so sein, dass wir von allen Zuschauern wissen müssten, wo sich ihre Plätze befinden, bliebe nur die Bestuhlung der Rampe und damit die Zuweisung jedes Stehplatz-Abonnenten auf einen bestimmten Sitzplatz.»

Stehplatz würde auch als Sitzplatz nicht teurer

Dem Berner Manager ist sehr wohl bewusst, welch heikles Terrain er mit einer möglichen, temporären Abschaffung der Stehplätze beschreitet: «Ich weiss, dass eine solche Lösung unseren eingefleischten Stehplatz-Fans keine Freude bereiten würde. Mir geht es gleich, weil wir damit unsere grosse Stehplatz-Tradition über Bord werfen müssten und gleichzeitig ganz viele Plätze verlieren würden. Zudem würde uns eine solche Übung ganz viel Geld kosten.» Trotzdem, so Lüthi weiter, wäre die Umwandlung von Steh- in Sitzplätze die weitaus bessere Lösung, als die berühmte Stehrampe ganz schliessen zu müssen.

Die Berner Fans waehrend dem dritten Playoff-Finalspiel der National League A zwischen dem SC Bern und den ZSC Lions am Samstag, 7. April 2012 in der Postfinance-Arena in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Dass es solche Bilder der Stehrampe bei Saisonbeginn kaum geben wird, ist wohl allen klar. Bild: KEYSTONE

Der SCB-Geschäftsführer betont, dass dies nur ein mögliches Szenario sei. Zu viel sei momentan noch unklar. Er verspricht jedoch denjenigen, die ein Stehplatz-Saisonabonnement kaufen, dass dieses nicht teurer würde: «Für den einbezahlten Betrag für das Stehplatz-Abo erhielte man somit einen Sitzplatz – wenn auch keinen gepolsterten Schalensitz.» Weiter versichert Lüthi, dass bei der Aufhebung der Einschränkung die Sitze innert 48 Stunden wieder abgebaut würden. (ram)

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