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FILE - In this March 7, 2019, file photo, Minnesota Wild left wing Kevin Fiala skates during the first period of the team's NHL hockey game against the Tampa Bay Lightning in Tampa, Fla. The Wild have re-signed Fiala to a two-year, $6 million contract. The deal with the restricted free agent was done Wednesday, Sept. 11, two days before the team’s first practice of training camp. Fiala will make $2.5 million this season and $3.5 million in 2020-21, for with an annual salary cap hit of $3 million. (AP Photo/Chris O'Meara, File)
Kevin Fiala

Kevin Fiala ist in Minnesota nach schwierigem Start zum Leistungsträger geworden. Bild: AP

Kevin Fiala: «Manchmal musste der Coach mir auch einen Arschtritt geben»



In etwas weniger als zwei Wochen beginnt die neue NHL-Saison. Bei den Minnesota Wild wird Kevin Fiala nach seiner starken letzten Saison und den guten Auftritten in den Pre-Playoffs besonders im Fokus stehen. Im Podcast «Straight From The Source» hat er mit «The Athletic»-Journalist Michael Russo über die anstehende Saison, aber auch über das Leben in der NHL und den Weg zurück nach seinem Oberschenkelbruch in den Playoffs 2017 gesprochen.

Das sagt Kevin Fiala über …

... die ungewöhnliche Saison, die bevorsteht:

«Das wird sehr seltsam. Es wird komisch sein, dass nicht mal mehr Journalisten mit dabei sind. All diese Regeln, was wir tun und nicht tun dürfen. Aber wir freuen uns natürlich auf die Saison. Es waren lange Monate.»

... das Spiel ohne Fans:

«Im ersten Testspiel vor den Playoffs im Sommer war es sehr schwierig und seltsam. Wir mussten die Motivation auch ohne Fans finden. Aber im ersten Spiel, das zählte, hab ich es kaum noch gemerkt, weil ich derart konzentriert war. Jetzt in der Regular Season wird es uns sicher mehr auffallen.»

... darüber, wie er seine gute Form konservieren möchte:

«Ich habe im Herbst genau so trainiert, wie ich es in jeder Off-Season mache. Ich glaube auch, dass ich in dieser Pause mental nochmals einen Schritt vorwärts gemacht habe. Ich denke, dass ich auch weiterhin auf diesem Level spielen kann.»

... den holprigen Saisonstart 2019, als er auch mal auf die Tribüne verbannt wurde:

«Das war schwierig. Aber ich hatte zu jedem Zeitpunkt die Unterstützung meiner Teamkollegen und der Trainer. Ich habe nicht aufgegeben und im Training mein Bestes gegeben. Ich hatte keine Zweifel, dass es irgendwann besser wird und genau das klappte dann auch. So ist das Leben als Sportler, es gibt immer Hochs und Tiefs.»

... Minnesota-Trainer Dean Evason, mit dem er schon in Milwaukee in der AHL zusammenarbeitete:

«Ich war erst 18 Jahre alt, als ich nach Milwaukee zu Dean Evason kam. Er war ein harter Coach. Manchmal musste er mir auch einen Arschtritt geben. Er hat mir beigebracht, hart zu trainieren, jeden Tag mein Bestes zu geben und ein echter Profi zu sein.»

... die Rolle als Fan-Liebling:

«Ich wusste immer, dass ich das Potenzial habe, so zu spielen, wie ich es jetzt mache. Das war schon in Nashville so. Natürlich will man auch der Fan-Liebling sein, aber mir ging es vor allem darum, mein volles Potenzial zu entfalten.»

... die Rückkehr nach seinem Oberschenkelbruch:

«Die mentale Seite war definitiv schwieriger. Physisch war die Rehabilitation natürlich auch hart, aber ich konnte nach acht Wochen bereits wieder auf dem Eis stehen. Aber es dauerte lange, bis ich mein Tempo wieder zurück hatte. Ich hatte danach auch Angst, hinters Tor und an die Bande zu gehen. Es hat Zeit gebraucht, das zu überwinden.»

... das Leben mit seiner Freundin in Göteborg:

«Ich habe Jessica in Jönköping, wo ich damals gespielt habe, in der Schule kennengelernt. Jetzt leben wir in Göteborg, besuchen aber auch die Schweiz immer für ein paar Wochen. Ich habe einen Personal Trainer in Göteborg, mit dem ich seit sechs oder sieben Jahren zusammenarbeite. Es gefällt mir sehr gut dort.»

... die Schwierigkeiten beim Umzug nach Amerika:

«Ich sprach damals noch nicht so gut Englisch, konnte es aber verstehen. Meine Teamkollegen haben mir viel beigebracht – die Sprache, aber auch allgemein wie das Leben in den USA funktioniert. Nach einigen Monaten kam auch meine Freundin zu mir, was mir auch sehr geholfen hat.»

... Provokationen von den Gegnern:

«Das ist der nächste Schritt für mich. Ich nahm letzte Saison noch einige dumme Strafen, dafür habe ich mich auch beim Team entschuldigt. Ich versuche künftig auf dem Eis ruhiger zu sein und mich nur auf das Spiel zu konzentrieren, denn das darf nicht sein.»

… Routinen vor dem Spiel:

«Ich esse vor jedem Spiel Spaghetti mit Fleischbällchen und paniertem Hühnchen. Bei den Auswärtsspielen gehe ich immer auf den zweiten Bus und spiele nach dem Team-Meeting etwas Fussball.»

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