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Cooly, the mascot of this championships, during the Gold Medal Game between Russia and Canada at the IIHF 2009 World Championship at the Postfinance-Arena in Berne, Switzerland, on Sunday May 10, 2009. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Cooly muss sich noch ein bisschen länger gedulden. Bild: KEYSTONE

2021 definitiv keine Eishockey-WM in der Schweiz – finanzielle Risiken zu hoch



Die Eishockey-WM wird auch 2021 nicht in der Schweiz stattfinden. Swiss Ice Hockey verzichtet auf einen Antrag beim internationalen Verband IIHF für eine Neuansetzung im kommenden Jahr.

In zwölf Monaten wird damit wie geplant in Lettland und Weissrussland gespielt. Die WM 2020 die am kommenden Freitag in Zürich und Lausanne hätte beginnen sollen, musste Ende März wegen der Corona-Krise abgesagt werden. Die Organisatoren und der IIHF-Präsident René Fasel warfen danach die Option in den Raum, dass die WM in einem Jahr in der Schweiz nachgeholt werden könnte.

Diesen Plan verwarfen nun die Schweizer Organisatoren nach «intensiven Diskussionen» und einer «umfassenden Risikoanalyse». Die ökonomischen Risiken seien zu hoch, begründete Swiss Ice Hockey den Entscheid, den der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung gefällt haben. «Nach intensiven Abklärungen mussten wir erkennen, dass es kein realistisches Szenario ist, 2021 eine WM durchzuführen», sagte Verbandspräsident Michael Rindlisbacher.

Einerseits könne derzeit nicht abgeschätzt werden, wie lange die weltweite Krise dauern und die daraus entstehenden wirtschaftlichen Folgen anhalten werden. Das führe zu Fragezeichen bei den Sponsoring- und Ticketeinnahmen. Zudem liesse sich eine WM 2021 gegen die bestehenden Pandemierisiken derzeit nicht versichern.

2026 und ein Hoffnungsschimmer

Swiss Ice Hockey möchte aber dennoch in den nächsten Jahren eine WM organisieren. Der Verband will in den nächsten Wochen beraten, auf welchen Zeitpunkt er sich wieder für eine WM bewerben will. Nach aktuellem Stand sind alle Turniere bis und mit 2025 vergeben.

Das frühestmögliche Jahr für eine Heim-WM wäre demnach 2026, was aber ein ungünstiger Termin ist, weil im selben Jahr auch die Olympischen Winterspiele stattfinden. Die Variante hat insofern gute Chancen, weil die anderen IIHF-Mitgliedsländer der Schweiz das Turnier wohl mehr oder weniger widerstandslos überlassen würden.

ARCHIVBILD --- ZUR ABSAGE DER EISHOCKEY-WM IN DER SCHWEIZ AUFGRUND DES CORONAVIRUS STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Switzerland`s coach Patrick Fischer during the quarter final game between Canada and Switzerland, at the IIHF 2019 World Ice Hockey Championships, at the Steel Arena in Kosice, Slovakia, on Thursday, May 23, 2019. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Ob Patrick Fischer bei der nächsten Heim-WM noch Nationaltrainer ist? Bild: KEYSTONE

Eine zweite, deutlich kurzfristigere Variante wäre eine Übernahme der WM 2023. Denn nach aktuellem Stand kann das Turnier nicht wie vorgesehen in St. Petersburg stattfinden. Wegen der Manipulation von Dopingdaten ist Russland die Organisation von Grossanlässen bis 2023 entzogen worden. Ein endgültiger Entscheid diesbezüglich vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS) steht allerdings noch aus.

In jedem Fall ist das Projekt «WM 2020 in Zürich und Lausanne» zu Ende. Das Organisationskomitee unter Generalsekretär Gian Gilli wird bis Ende Juni aufgelöst. Die Fans, die für das Turnier in diesem Frühling Tickets gekauft haben, werden bis Ende der kommenden Woche darüber informiert, wie sie ihr Geld zurückerhalten. (pre/sda)

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