DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Hüt isch e trurige Tag» – so trauert die Hockey-Schweiz um Simon Schenk

Der ehemalige Eishockey-Spieler und -Nationaltrainer sowie alt Nationalrat Simon Schenk ist im Alter von 73 Jahren verstorben. Die Hockey-Schweiz ist bestürzt.



Simon Schenk war ein Tausendsassa mit besonderer Vita. Der in der Nacht auf Freitag im Alter von fast 74 Jahren (geb. 16. Mai1946) verstorbene Emmentaler zog den Erfolg an: Als Hockeyspieler, Nationaltrainer, Politiker und Funktionär.

Schenk wurde seit Jahren von Herzproblemen geplagt. Vor drei Jahren musste der Dorfschullehrer eine erste Herzoperation über sich ergehen lassen. Mitte dieser Woche wurde eine zweite Operation am Herzen nötig, bei der es schliesslich zu Komplikationen gekommen ist.

Bild

Simon Schenk ist im Alter von 73 Jahren gestorben. bild: Keystone

Zuletzt wirkte Schenk als brillanter Experte beim Eishockeysender «MySports» und beim Nachwuchs der SCL Tigers. So nahm Hockey-Schweiz die Nachricht seines Todes auf.

Die SCL Tigers, für die Simon Schenk während seiner ganzen Aktivkarriere gespielt hat, mit denen er Meister wurde, und zu denen er vor drei Jahren (als Projektleiter Nachwuchs) zurückgekehrt ist:

«Hüt isch e trurige Tag. Für uns alle unfassbar und mit grosser Bestürzung mussten wir die traurige Nachricht entgegennehmen, dass Simon Schenk unerwartet verstorben ist. Es ist nicht möglich, in dieser Situation die richtigen Worte zu finden. Wir wünschen den Angehörigen in den schweren Stunden des Abschiednehmens viel Kraft. In stiller Anteilnahme.»

Peter Zahner, Geschäftsführer der ZSC Lions, für die Simon Schenk von 1998 bis 2017 fast 20 Jahre lang gearbeitet hat:

«Simon war im Schweizer Eishockey eine der Persönlichkeiten, die die grössten Spuren hinterlassen hat – auf eine positive Weise. Er war ein typischer Emmentaler: gradlinig, klar und immer auf der Suche nach dem Erfolg. Er hat die Dinge beim Namen genannt, und sein gutes Schaffen wurde belohnt. Der Meistertitel 2000 war für die ZSC Lions eine Befreiung nach den anfänglichen Struktur-Diskussionen. In der Folge war Simon massgeblicher Baumeister der heutigen GCK/ZSC Lions-Organisation mit der Ausbildungspyramide. Simon war bei allen extrem beliebt, egal ob Fans, Sponsoren oder Partnern. Ruhe in Frieden, Simon!»

ARCHIVBILD ZUM TOD VON SIMON SCHENK, AM FREITAG, 1. MAI 2020 - ZSC Sportchef Simon Schenk begutachtet am Montag, 11. Juli 2005, das neu renovierte Zuercher Hallenstadion. Die Eroeffnung des Sport- und Eventtempels findet in 20 Tagen statt. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Beim ZSC war Schenk unter anderem als Sportchef tätig. Bild: KEYSTONE

Michael Rindlisbacher, Verwaltungsrats-Präsident der Swiss Ice Hockey Federation, die Simon Schenk vor drei Jahren mit dem Ehrenpreis des Verbandes, dem Special Award, ausgezeichnet hat:

«Wir sind erschüttert und tief betroffen von der Nachricht des Todes von Simon Schenk und sprechen der Familie und allen Angehörigen unser tiefstes Beileid aus. Mit Simon Schenk verliert die Eishockey-Familie eine prägende Figur und ein Mitglied, das in seinem Leben unglaubliche Leistungen und Verdienste für das Schweizer Eishockey erbracht hat.»

Steffi Buchli, Programmchefin von MySports, für die Simon Schenk zuletzt als unverkennbarer Experte der ersten Stunde gearbeitet hat:

«Simu war ein wunderbarer Geschichtenerzähler. Er kannte berndeutsche Wörter, die wir nur mit dem Dictionnaire verstanden haben. Er plädierte im Eishockey für weniger Zahlen und für mehr Herz. Er selber hatte ein sehr grosses Herz und wird uns für immer als wunderbarer Kollege in Erinnerung bleiben. Simu wird uns fehlen.»

abspielen

Steffi Buchli: «Simon, wir werden dich vermissen.» Video: YouTube/MySports

Reto Müller, Head of Ice Hockey bei MySports:

«Simon war unser Hockey-Vater schlechthin. Er motivierte uns, aus unseren Fehlern zu lernen und jeden Tag an uns zu arbeiten. Gleichzeitig hielt er uns am Boden, wenn wir glaubten, wir könnten fliegen. Und vor allem lebte er uns vor, was es bedeutet, Demut und Leidenschaft für den Sport zu haben.»

Weitere Reaktionen

abspielen

Ueli Schwarz: «Simu, du warst mein Idol als Hockeyspieler.» Video: YouTube/MySports

(pre/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

HCD, SCB, ZSC und? Diese Klubs wurden schon Schweizer Hockey-Meister

1 / 12
HCD, SCB, ZSC und? Diese Klubs wurden schon Schweizer Hockey-Meister
quelle: keystone / ennio leanza
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Feuerwerk um 3 Uhr morgens – das Playoff-Märchen der SCRJ Lakers geht weiter

Die Rapperswil-Jona Lakers sind in den Playoffs weiter nicht zu bremsen. Nach Biel schalten die St.Galler auch das klar favorisierte Lugano aus und stehen zum zweiten Mal in der Klubgeschichte im Halbfinal.

Als am 13. Februar dieses Jahres die Meldung die Runde machte, die Rapperswil-Jona Lakers würden die Zusammenarbeit mit ihrem Erfolgscoach Jeff Tomlinson nicht über die laufende Saison hinaus verlängern, rieben sich viele die Augen. Immerhin hatte der Deutschkanadier die St.Galler 2018 zurück in die National League und im selben Jahr als Unterklassiger zum Cuptitel geführt. Der Klub begründete den Entscheid damit, dass «der Zeitpunkt für einen Wechsel und den nächsten Schritt gekommen ist.»

Am …

Artikel lesen
Link zum Artikel