DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Berns Goalie Marco Buehler , Pascal Berger, mitte, geschlagen, von Lausannes Juha-Pekka Hytoenen, das Tor wurde Anuliert, waehrend dem dritten Playoff-Viertelfinalspiel der National League A zwischen dem SC Bern und dem Lausanne HC, am Donnerstag, 5. MŠrz 2015 in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Ob's an der Kuschelaktion von Pascal Berger und Marco Bührer liegt, dass der Treffer von Hytönen aberkannt wird? Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Die Schiris stehen nach dem Abend der aberkannten Tore und harten Checks in Bern im Mittelpunkt

Die Schiedsrichter annullieren in Bern zwei Treffer und sorgen damit für Gesprächsstoff – den Spielfeldprotest ziehen die Lausanner nach dem Sieg jedoch zurück. 



Es war eine sehr schwierig zu leitende Partie: Intensiv, schnell, mit vielen Zweikämpfen und bis ins zweite Drittel hinein vom SCB mit einer giftigen Aggressivität aufgeladen. Die beiden Head-Schiedsrichter Andreas Koch und Marc Wiegand haben diese heikle Aufgabe mutig und mit Bravour gelöst, dafür verdienen sie ein Lob. 

Die Strategie, möglichst viel laufen zu lassen, war riskant – aber sie ist aufgegangen. Und doch sind die Diskussionen rund um die Spielleitung heftig. Lausanne musste zweimal zum 1:1 ausgleichen. Den ersten Ausgleich von Thomas Déruns annullierten die Refs nach langer Video-Konsultation (32. Minute). Grund: Ein Spieler von Lausanne habe einen verteidigenden Berner und Torhüter Marco Bührer samt Scheibe ins Tor geschoben. 

Animiertes GIF GIF abspielen

Das vermeintliche 1:1 von Thomas Déruns. gif: srf

Lausannes Sportdirektor Jan Alston sagt: «Ich habe das Video auch angeschaut. Ich habe aber keinen Spieler von uns gesehen, der irgendwen hätte ins Tor schieben können.» Trainer Heinz Ehlers legte fristgerecht Spielfeldprotest ein – und zog ihn als Sieger nach Spielschluss wieder zurück. 

Der Protest wäre ohnehin chancenlos gewesen. Tor oder nicht Tor ist ein Tatsachenentscheid des Schiedsrichters und führt in einer solchen Situation nie zu einer Spielwiederholung – selbst dann, wenn das Video beweist, dass die Schiedsrichter falsch lagen. 

Auch Bern wird ein Treffer aberkannt

Aber auch das 2:1 von Marc Reichert für Bern ist annulliert worden (46. Minute). Begründung: Behinderung von Torhüter Cristobal Huet. Diesen Treffer hätten die Schiedsrichter ebenso geben können wie Lausannes erstes 1:1. Beide Male galt: Im Zweifel für den Angeklagten. Es war letztlich ein politisch richtiger Entscheid. In einer ähnlichen Situation einen Treffer für Lausanne annullieren, aber einen für Bern geben – da wären die Verschwörungstheorien im Welschland mächtig ins Kraut geschossen.

Animiertes GIF GIF abspielen

Das 2:1 für Bern wird wegen Behinderung von Goalie Huet aberkannt. gif: srf

Das Lazarett wächst

Vier Spieler mussten nach harten Checks die Partie beenden: Berns Kanadier Chuck Kobasew (14. Minuten), Michael Loichat (33.) und Eric Blum (67.) sowie Lausannes Philippe Rytz (71.). Keiner dieser Checks wurden von den Schiedsrichter als illegal taxiert und bestraft. 

Zwei Ausfälle wiegen ganz besonders schwer. Eric Blum, eine zentrale Figur im SCB-Spiel, wurde kurz nach der Scheibenabgabe von Caryl Neuenschwander erwischt und erlitt eine Gehirnerschütterung. Philippe Rytz, einer von Lausannes wichtigen Verteidigern, erlitt durch einen harten Check von Tristan Scherwey ebenfalls eine Gehirnerschütterung. Beide sind für die nächste Partie fraglich. Trainer Heinz Ehlers rechnet am Samstag für die vierte Partie nicht mehr mit Rytz.

NLA-Playoffs 2015

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Eismeister Zaugg

Allen ist klar, dass die Party eigentlich vorüber ist – Kloten wird aufsteigen

Kloten gewinnt den ersten Final gegen Ajoie 5:2. Aber das ist eigentlich unerheblich: Der Aufstieg ist vollbracht.

Früher gab es allerorten Tanzabende. Wenn es Zeit wurde, nach Hause zu gehen (allein oder auch nicht) und sich der Saal langsam leerte, spielte die Band leise noch ein paar Takte.

So ist es irgendwie mit dem Final der Swiss League zwischen Kloten und Ajoie. Die Saison ist eigentlich gelaufen. Unten auf dem Eis spielen die Teams noch ein wenig. So wie damals die Band. Durchaus flott. Aber allen ist klar, dass die Party eigentlich vorüber ist.

Kloten hat die Liga im Frühjahr 2018 nach einem der …

Artikel lesen
Link zum Artikel