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Manchester United's Paul Pogba scores the opening goal during the English Premier League soccer match between Manchester United and Everton FC at Old Trafford in Manchester, England, Sunday Oct. 28, 2018. (AP Photo/Dave Thompson)

Paul Pogba verschoss gegen Everton einen Penalty, traf aber im Nachschuss – das soll bald nicht mehr möglich sein. Bild: AP/AP

Neue Fussball-Revolution? Regelhüter beraten über Handspiel und Nachschuss beim Penalty



Nach der Einführung des Videobeweises folgt womöglich bald die nächste Regel-Revolution im Fussball. Das International Football Association Board (IFAB) berät heute in London über Regeländerungen, die weitreichende Auswirkungen auf den Sport haben könnten. Das FIFA-Gremium knöpft sich drei Regeln vor, um aktuelle Missstände zu beheben:

Handspiel

Absicht oder keine Absicht? Arm angelegt oder nicht? Hands-Entscheidungen sorgen im Fussball immer wieder für Konfusionen, oft wurden die Regeln nicht einheitlich ausgelegt. Das soll sich nun ändern, die Absicht aus dem Regelbuch gestrichen werden: Ausschlaggebend soll künftig sein, ob eine unnatürliche Bewegung des Spielers vorliegt. Dies wäre immer der Fall, wenn der Ball den Arm über Schulterhöhe trifft. Unter Schulterhöhe soll ein Handspiel geahndet werden, wenn der Arm vom Körper weiter abgespreizt ist als die Uhrzeiger-Stellungen 4 Uhr oder 8 Uhr. 

Bildschirmschoner Reto Fehr

Das IFAB möchte die Handspiel-Diskussionen gerne im Keim ersticken – fraglich, ob das funktioniert. bild: Keystone

Unsere Meinung: Der erste Teil der neuen Regel leuchtet ein, der zweite dürfte schwer umzusetzen sein. Oder soll der Armwinkel bei einem Handspiel via Videobeweis nachgemessen werden?

Penalty

Bei einem Penalty während des Spiels soll der Nachschuss abgeschafft werden. Scheitert ein Schütze am Torhüter oder am Gehäuse, soll es in Zukunft Abstoss geben. Damit soll verhindert werden, dass die anderen Spieler zu früh in den Strafraum rennen und es dort zu umstrittenen Szenen kommt.

Bild

Solche Szenen soll es künftig nicht mehr geben.  bild: screenshot yotube

Unsere Meinung: Nicht wünschenswert. Dem Penalty-Prozedere würde so viel seiner Dramatik genommen und davon lebt ja der Fussball. Besser jedem, der zu früh in den Strafraum rennt, konsequent die Gelbe Karte zeigen.

Auswechslung

Um lästiges Zeitspiel zu verhindern, sollen ausgewechselte Spieler das Feld nicht mehr in der Spielmitte vor den Trainerbänken, sondern gleich an der nächstgelegenen Aussenlinie verlassen.

Liverpool forward Mohamed Salah applauds the fans as he goes off the pitch after being substituted during the Champions League group C soccer match between Liverpool and Red Star at Anfield stadium in Liverpool, England, Wednesday, Oct. 24,2018.(AP Photo/Jon Super)

Heutzutage dauert es oft viel zu lange, bis der ausgewechselte Spieler vom Feld getrabt ist. Bild: AP/AP

Unsere Meinung: Macht Sinn, so kann der Zeitschinderei ein Riegel vorgeschoben werden.

Heute wird in London erst über die neuen Regeln diskutiert. Am 22. November soll sich entscheiden, ob über die Regeländerung auf der IFAB-Generalversammlung im März 2019 abgestimmt wird. Das IFAB-Gremium mit Hauptsitz in Zürich besteht aus acht Mitgliedern – vier FIFA-Funktionären und je einem Vertreter der Verbände aus England, Nordirland, Schottland und Wales. Mindestens sechs der acht Gremium-Stimmen sind für eine Regeländerung notwendig. (pre)

Apropos Regeln: Weil Neymar so schön fliegt, es die watson-Bauernregeln gibt

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