DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa09019734 Borussia Dortmund's striker Erling Haaland (L) celebrates with teammate Marco Reus after scoring the 1-3 lead during the first leg of the UEFA Champions League round of 16 soccer match between Sevilla FC and Borussia Dortmund held at Sanchez Pzijuan stadium in Seville, southern Spain, 17 February 2021.  EPA/Julio Munoz

Haaland bedankt sich nach seinem Doppelpack unter anderem bei Kylian Mbappé. Bild: keystone

Haalands Motivation und Juves Startdebakel – das gab in der Champions League zu reden



Borussia Dortmund und Juventus Turin sind in einer vergleichbaren Situation. Beide blieben in der nationalen Meisterschaft bislang hinter den Erwartungen zurück und wollten nun in der Champions League den Karren aus dem Dreck ziehen. Im Hinspiel gelang das aber nur dem BVB (3:2-Sieg in Sevilla), Juve musste die nächste Schmach hinnehmen – eine 1:2-Niederlage in Porto.

Haalands Rekordjagd

Den 3:2-Sieg beim sechsfachen Europa-League-Sieger Sevilla hat Dortmund einmal mehr Erling Haaland zu verdanken. Der norwegische Star-Stürmer schoss die Treffer zum 2:1 und 3:1 und sorgte damit einmal mehr für Rekordmarken.

abspielen

Haaland stellt auf 2:1 für Dortmund. Video: streamable

abspielen

Haaland macht das 3:1 für Dortmund. Video: streamable

Die Rekorde:

Die Motivation:

Haaland machte nach dem Spiel denn auch gleich klar, wo er die Motivation für den guten Auftritt hergenommen hat: «Ich muss Mbappé danken. Als ich gesehen habe, wie er gestern einen Hattrick erzielte, war das ein Gratis-Motivations-Boost für mich.»

Die Reaktionen:

Trainer Edin Terzic war natürlich zufrieden mit dem Auftritt seines Schützlings, dem er für dieses Spiel eine spezielle Rolle zugedacht hatte:

«Er hatte heute eine Sonderrolle. Er sollte nicht aktiv ins Pressing gehen. Wir wollten ihn schnell mit einem Kontakt hinter die Abwehr schicken. Wir wünschen uns, dass wir das konservieren können.»

Edin Terzic, BVB-Trainer

Haaland selbst hob dagegen lieber die Mannschaft hervor:

«Wir hatten einen guten Plan. Wir haben sehr viel gesprochen unter der Woche. Edin hat uns gut eingestellt. Es war ein wichtiger Sieg.»

Erling Haaland

Die Haaland-Euphorie schwappte aber nicht nur in Dortmund, sondern auch nach Madrid über. Der BVB-Stürmer wurde nämlich nach der Partie darauf angesprochen, dass er bei Real offenbar heiss gehandelt werde. Seine Antwort: «Es ist immer schön, wenn jemand dich will. Ich mag Spanien.». Das kam in der Hauptstadt natürlich sehr gut an.

Auch die in Madrid ansässige Zeitung «Marca» hatte ihre Freude am Auftritt des jungen Norwegers. Sie titelte in der heutigen Ausgabe: «Haaland, das nächste Tier». Damit verdrängte er gar die Niederlage von Rafael Nadal im Viertelfinal des Australian Open als Aufmacher.

Juves doppelter Fehlstart

Am anderen Ende des Gefühlsspektrums befand sich nach dem gestrigen Fussball-Abend Juventus Turin. Die Niederlage beim FC Porto war das Resultat zweier verschlafener Starts. Das erste Gegentor kassierten die Italiener nach genau 60 Sekunden und einem katastrophalen Rückpass von Rodrigo Bentancur auf Torhüter Wojciech Szczesny. Das hat man davon, wenn man um jeden Preis hinten raus spielen will ...

abspielen

Mehdi Taremi bringt Porto früh in Führung. Video: streamable

Beim 2:0 der Portugiesen ging es gar noch etwas schneller. Moussa Marega brauchte nach der Pause keine 20 Sekunden, um zu treffen. Das sorgte für unrühmliche Bestmarken.

abspielen

Moussa Marega doppelt wenige Sekunden nach der Pause nach. Video: streamable

Obwohl Federico Chiesa kurz vor Schluss noch das wichtige Auswärtstor für die «alte Dame» erzielte, war es ein Abend zum Vergessen. Nichts brachte das besser auf den Punkt, als folgende Szene zwischen Cristiano Ronaldo und Alex Sandro.

abspielen

Alex Sandro schneidet Teamkollege Ronaldo den Weg ab. Video: streamable

Die (unrühmlichen) Rekorde:

Die Reaktionen:

Juventus-Trainer Andrea Pirlo suchte nach der bitteren Niederlage nach Erklärungen:

«Wir hatten uns auf ein anderes Spiel vorbereitet. Portos Tor in der 1. Minute hat uns den Mut genommen. Die Jungs wurden ängstlich und demotiviert. Wir haben Porto den Sieg auf einem Silbertablett serviert.»

Andrea Pirlo, Juve-Trainer

Natürlich war Rodrigo Bentancur mit seinem Fehlpass, der zum 0:1 führte der offensichtliche Sündenbock. Aber auch Cristiano Ronaldo bekam sein Fett weg. Der «Corriere dello Sport» schrieb beispielsweise: «Ronaldo blieb das ganze Spiel über ein Geist. Wenn Juventus gut spielt, dann scheint auch Ronaldo. Aber wenn Juve einen Abend einzieht wie gestern, dann wird Ronaldo nervös und verschwindet von der Bildfläche.»

Federico Chiesa, der das einzige Juve-Tor schoss, hofft dagegen auf das Rückspiel:

«Wir hatten nicht die richtige Einstellung, als wir aufs Feld kamen. Aber wir haben ein Auswärtstor erzielt. Das gibt uns Kraft für das Rückspiel.»

Federico Chiesa, Juve-Torschütze

Die Memes:

Das Internet konnte sich mit Spott über Juventus kaum zurückhalten. Insbesondere Bentancur wurde aufs Korn genommen.

Der Plan:
1. Punkte in der Meisterschaft verlieren.
2. Alles auf die Champions League setzen.
3. Ein Tor in der 1. Minute kassieren.

Der beängstigende Zustand der «Bianconeri».

Ein Livebild von Bentancurs Füssen.

Bentancur im Spielaufbau.

Bentancur, wenn er die Wahl hat: Den Ball so weit wie möglich wegschlagen oder rückwärts in den eigenen Strafraum passen.

Was auf Bentancur bei der Rückkehr in die Garderobe wartet.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

77 legendäre afrikanische Fussballer in der Schweiz

Sie imitieren die grossen Stars – diese Tiere haben zu oft Fussball geschaut

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

YB-Fans zünden Feuerwerk in Bern – so schön (und coronakonform) kann Meisterfeier sein

Mit einem 3:0-Heimsieg gegen Lugano war offiziell, was längst nur noch Formsache war: Die Young Boys gewinnen zum 15. Mal den Schweizer Meistertitel – zum vierten Mal in Serie. Da coronabedingt keine grosse Feier möglich ist, haben sich die YB-Fans etwas Spezielles einfallen lassen.

Pünktlich um 22 Uhr wurde in der ganzen Stadt Bern Feuerwerk gezündet. Die koordinierte Aktion wurde von der Fangruppierung «Ostkurve Bern» in einem eindrücklichen Video festgehalten.

(zap)

Artikel lesen
Link zum Artikel