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epa09270935 Poland's goalkeeper Wojciech Szczesny (R) causes an own goal after a shot by Robert Mak (back L) of Slovakia during the UEFA EURO 2020 group E preliminary round soccer match between Poland and Slovakia in St. Petersburg, Russia, 14 June 2021.  EPA/Lars Baron / POOL (RESTRICTIONS: For editorial news reporting purposes only. Images must appear as still images and must not emulate match action video footage. Photographs published in online publications shall have an interval of at least 20 seconds between the posting.)

Wojciech Szczesny war der Unglücksrabe im polnischen Tor. Bild: keystone

Spaniens Überlegenheit und Juves Eigentorspezialisten – 6 Fakten zum EM-Abend

Am Montagabend war die Gruppe E im Einsatz. In beiden Spielen gab es überraschende Resultate. Die beiden Favoriten Spanien und Polen lassen Punkte liegen und Aussenseiter Slowakei findet sich an der Tabellenspitze wieder. Wir verraten dir die sechs wichtigsten Fakten zum EM-Abend.



«Lass die mal machen»

Schwedens Ziel war von Beginn weg klar: Hauptsache kein Gegentor kassieren und den Punkt so lange wie möglich verteidigen. Schon in der ersten Halbzeit beteiligten sie sich kaum am Spiel und liessen die Spanier ihr Passpiel aufziehen. So standen nach 45 Minuten lediglich 16 Prozent Ballbesitz für die Skandinavier zu Buche. Am Ende hatte Spanien sogar 85 Prozent der Spielanteile.

Historische Dominanz

Die Spanier liessen den Ball durch die eigenen Reihen zirkulieren und wurden dabei kaum bedrängt. 419 Pässe spielten sie in den ersten 45 Minuten und waren damit bereits auf Platz 8 der erfolgreichen Zuspiele im gesamten Turnier. Demgegenüber standen 59 Passspiele der Schweden – mit Abstand Tiefstwert an der EM.

Drei Akteure der «Furia Roja» übertrafen den Wert der Schweden alleine. Es waren die meisten Pässe einer Nation in der ersten Halbzeit eines EM-Spiels aller Zeiten. Nach 90 Minuten war Spanien einsame Spitze. 830 Pässe brachten ihre Nationalspieler gegen Schweden an den Mann, fast 200 mehr als die Belgier gegen Russland. Nur blieben die vielen Anspiele ohne Erfolg.

Die verpassten Chancen

Sowohl die Gastgeber als auch die Schweden hatten zwar gute Möglichkeiten, das Eis zu brechen. Nur gelang es weder Alvaro Morata noch Marcus Berg, diese Chancen zu nutzen. Spanien rannte neunzig Minuten lang erfolglos an und die Gäste wussten ihre wenigen aber gefährlichen Schüsse ebenfalls nicht im Tor unterzubringen. Spanien war mit 2.47 zu 1.34 «Expected Goals» auch hier das überlegene Team.

Marcus Berg vergibt aus kürzester Distanz. Video: SRF

Am Ende hatten die Spanier 17 Schüsse zu verzeichnen. Es ist lange her, dass die «Seleccion» so viele Torversuche in einem Spiel hatte, ohne einmal ins Schwarze zu treffen. Das letzte Mal war dies an der WM 2010 der Fall. Das Spiel dürfte vielen noch in bester Erinnerung sein – Spanien verlor damals mit 0:1 gegen die Schweiz.

«Ich, wenn ich meine einzige Grosschance im Spiel bekomme.»

Juves Eigentorspezialisten

Der grösste Star von Juventus Turin greift erst am Dienstag ins Geschehen ein – Cristiano Ronaldo trifft mit Portugal auf Ungarn. Der Stürmer hat dann für seinen Klub einiges gutzumachen. Bisher trafen erst zwei Akteure des italienischen Rekordmeisters. Wojciech Szczesny und Merih Demiral konnten über ihre Treffer aber nicht jubeln – es waren zwei Eigentore. Jenes des Polen war eine Premiere. Noch nie zuvor war ein Torhüter an einer EM für ein Eigentor verantwortlich.

Szczesny hat beim ersten Gegentreffer Pech und lenkt den Ball vom Pfosten ins eigene Tor. Video: SRF

Der Abräumer

Einer der Gründe für die verzweifelten spanischen Stürmer war neben Torhüter Olsen auch Marcus Danielsson. Der Abwehrspieler klärte den Ball zehnmal aus der Gefahrenzone – bisheriger EM-Bestwert.

Die EM der Jugendlichen

Nach Jude Bellingham, dem jüngsten EM-Spieler aller Zeiten, kommt auch Pedri zu seinem Europameisterschafts-Debüt. Der 18-Jährige ist damit der jüngste Fussballer der Geschichte, der im spanischen Trikot an einer Endrunde auf dem Platz stand. Der Mittelfeldspieler vom FC Barcelona zeigte eine starke Leistung und brachte 97 seiner 104 Pässe an den Mitspieler. Darunter fanden auch acht von neun Zuspielen über eine längere Distanz das Ziel.

epa09271609 Pedri of Spain in action against Kristoffer Olsson of Sweden during the UEFA EURO 2020 group E preliminary round soccer match between Spain and Sweden in Seville, Spain, 14 June 2021.  EPA/Pierre Philippe Marcou / POOL (RESTRICTIONS: For editorial news reporting purposes only. Images must appear as still images and must not emulate match action video footage. Photographs published in online publications shall have an interval of at least 20 seconds between the posting.)

Pedri war einer der zielsichersten Spieler auf dem Platz. Bild: keystone

Bonus: «Das nächste Mal spielst du zu mir!»

Nach dem Ausgleichstreffer der Polen im Spiel gegen die Slowakei packte Piotr Zielinski den Torschützen Karol Linetty etwas unsanft am Kragen. Vielleicht trauten sich die polnischen Stürmer deshalb nicht, weitere Tore zu erzielen.

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Diese Juwele bestreiten an der EM ihr erstes grosses Turnier

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Diese Juwele bestreiten an der EM ihr erstes grosses Turnier
quelle: keystone / ronald wittek / pool
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Hochleistungssport und Zyklus – ein unerforschtes Gebiet.

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