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epaselect epa08982713 Dortmund's Erling Haaland reacts after scoring the 3-2 lead during the German DFB Cup round of 16 soccer match between Borussia Dortmund and SC Paderborn 07 in Dortmund, Germany, 02 February 2021.  EPA/FRIEDEMANN VOGEL / POOL CONDITIONS - ATTENTION: The DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video.

Soooo knapp war die Abseits-Entscheidung. Bild: keystone

«Ich bin keine Aktiengesellschaft» – Haalands Tor in der Verlängerung sorgt für Ärger



Borussia Dortmund steht nach einer Zitterpartie im Viertelfinal des DFB-Pokals. Gegen Zweitligist Paderborn muss der BVB allerdings in die Verlängerung. Dort werden die Schwarz-Gelben – wie so oft in dieser Saison – von Erling Haaland erlöst.

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Haaland schiesst den BVB zum Sieg. Video: streamable

Doch der 3:2-Siegtreffer in der 95. Minute sorgt für hitzige Diskussionen. Auf den TV-Bildern ist es kaum definitiv zu erkennen, doch Haaland scheint aus einer Abseitsposition gestartet zu sein.

«Es geht für uns um zwei Millionen! Ich bin keine Aktiengesellschaft, wir kämpfen um jede müde Mark.»

Steffen Baumgart, Trainer FC Paderborn

Nach minutenlangen Diskussionen mit dem Videoassistenten in Köln entscheidet Schiedsrichter Tobias Stieler schliesslich, das Tor zu geben.

DFB-Pokal: BVB vs Paderborn – steht Erling Haaland im Abseits

Aus dieser Perspektive scheint Haaland hauchdünn im Abseits zu stehen. Bild: screenshot sportschau

Die Begründung: Paderborns Svante Ingelsson grätscht beim Pass von Thomas Delaney auf Haaland nach dem Ball, berührt ihn aber – wenn überhaupt – nur hauchdünn. Stieler interpretiert das als ein absichtliches Spielen des Balls, weshalb es auch kein Abseits sein kann. Für den Video-Assistenten ist es unmöglich aufzulösen, ob Ingelsson den Ball tatsächlich berührt oder nicht.

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Berührt Paderborns Svante Ingelsson hier den Ball oder nicht? Unglaublich knifflig. Video: streamable

Ein Entscheid, der Paderborns Trainer Steffen Baumgart fuchsteufelswild macht. Im Interview mit der «Sportschau» redet sich der 49-Jährige in Rage: «So ein Spiel so abzugeben, daraus eine Berührung des Balles zu machen, ist frech. Nicht rauszugehen, um sich das anzugucken, das ärgert mich. Da machen wir uns zum Affen. Respekt bedeutet auch, sich den Scheiss anzugucken, und nicht den Kleinen wieder in den Arsch zu treten. Es geht für uns um zwei Millionen! Ich bin keine Aktiengesellschaft, wir kämpfen um jede müde Mark.»

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Das Baumgart-Interview in voller Länge. Video: streamable

Paderborns Uwe Hünemeier erklärt bei Sky, dass der Schiedsrichter seinen Teamkollegen Ingelsson gefragt habe, ob er den Ball berührt hätte. Der Spieler habe das verneint, worüber der Schiedsrichter dann gelacht habe: «So nach dem Motto: ‹Ja, ja, hätte ich jetzt auch gesagt›.»

Die Diskussionen um die Partie waren so heftig, dass sich auch der Deutsche Fussball-Bund (DFB) über den offiziellen Schiedsrichter-Account auf Twitter in die Diskussion einschaltete und die Szene erklärte.

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Auch Collinas Erben melden sich danach noch auf Twitter. Sie sagen: «Stieler selbst hat den Ballkontakt wahrgenommen, es war also nicht der VAR, der ihn ermittelt hat. Das erklärt auch, warum es kein Review gab», und argumentieren, dass Stieler den Ballkontakt im leeren Stadion vor allem auch akustisch wahrgenommen haben könne. (abu)

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