DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Körperverletzung gegen Bayern-Verteidiger Boateng



Nach dem Tod seiner Ex-Freundin Kasia Lenhardt ermittelt die Staatsanwaltschaft München I erneut gegen Jérôme Boateng. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft der «Bild»-Zeitung. Der Verdacht: vorsätzliche Körperverletzung gegen Lenhardt.

Wie «Die Zeit» berichtet, war das Verfahren ursprünglich am 20. Dezember 2019 eingeleitet worden. Es wurde im Sommer 2020 vorläufig eingestellt – jedoch am Tag nach dem Tod der jungen Frau wieder aufgenommen.

Durch die Obduktion der Leiche Lenhardts gibt es neue Erkenntnisse, wie Oberstaatsanwältin Anne Leiding nun der «Bild» bestätigte.

Staatsanwaltschaft ermittelt nach Obduktion erneut

«Das Verfahren wurde am 10. Februar 2021 wieder aufgenommen, weil uns im Rahmen des Todesermittlungsverfahrens in Berlin neue Erkenntnisse erreicht haben, die Hinweise auf eine mögliche Fortführung des Verfahrens geben könnten», sagte die Oberstaatsanwältin der «Bild». Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen.

Zu den Gründen für die zwischenzeitliche Einstellung des Verfahrens im Sommer 2020 sagte Leiding: «Zum einen, weil sich die Geschädigte Kasia L. zunächst entschieden hatte, keine belastenden Angaben mehr zu machen. Zum anderen, weil der Ausgang des bereits angeklagten Verfahrens abgewartet werden sollte.»

In dem weiteren Verfahren gegen Boateng wegen des Verdachts der Körperverletzung geht es um Sherin S., die Mutter von zwei Kindern Boatengs. Hier hat die Staatsanwaltschaft inzwischen Anklage gegen Boateng erhoben, die seit einiger Zeit beim Amtsgericht München liegt.

Kasia Lenhardt war am 9. Februar im Alter von 25 Jahren tot in einer Wohnung in Berlin-Charlottenburg aufgefunden worden. Ein Fremdverschulden wird ausgeschlossen. Sie und Boateng hatten sich kurz zuvor getrennt.

Lass dir helfen!
Du glaubst, du kannst eine persönliche Krise nicht selbst bewältigen? Das musst du auch nicht. Lass dir helfen.
In der Schweiz gibt es zahlreiche Stellen, die rund um die Uhr für Menschen in suizidalen Krisen da sind – vertraulich und kostenlos.
Die Dargebotene Hand: Tel 143, www.143.ch
Beratung + Hilfe 147 für Jugendliche: Tel 147, www.147.ch
Reden kann retten: www.reden-kann-retten.ch

(hau)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Fünf Pannen und Fehlentscheide in Justiz und Vollzug der letzten fünf Jahre

Häftlinge restaurieren Kult-Spielsachen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

UNO-Folterexperte Nils Melzer: «Der Fall Assange ist wie ein dunkles Familiengeheimnis»

Der Schweizer Jurist Nils Melzer überwacht für die UNO das Folterverbot und hat ein Buch über seine Untersuchung zum Fall des Wikileaks-Gründers Julian Assange geschrieben. Dessen Rechte seien massiv verletzt worden, sagt Melzer. Und warnt vor der «gefährlichen» PMT-Vorlage, die am 13. Juni zur Abstimmung kommt.

Sie erheben in Ihrem Buch schwere Vorwürfe gegen westliche Staaten im Umgang mit Julian Assange. Was hat Sie bei Ihrer Untersuchung am meisten schockiert?Nils Melzer: Die Erkenntnis, dass der Rechtsstaat offenbar auch in westlichen Demokratien vollkommen ausgehebelt werden kann. Ich habe in den letzten 20 Jahren oft in Kriegs- und Krisengebieten gearbeitet und viele schwere Rechtsverletzungen gesehen. Aber ich habe immer daran geglaubt, dass in den westlichen Demokratien wenigstens noch der …

Artikel lesen
Link zum Artikel