Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Der SC Bern feiert mit dem Pokal den Schweizermeistertitel nach dem Sieg im fuenften Eishockey Playoff-Finalspiel der National League zwischen dem SC Bern und dem EV Zug, am Samstag, 20. April 2019, in der Postfinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Der SC Bern ist zum 16. Mal Meister. Bild: KEYSTONE

Interview

SCB-Sportchef Chatelain: «Das wird eine ausgeglichene Sache geben in den nächsten Jahren»

Nicht nur der Grossteil der Mannschaft, sondern auch Alex Chatelain als Sportchef feierte am Ostersamstag mit dem SC Bern den dritten Meistertitel in vier Jahren. Der 41-jährige Bündner, 2004 als Spieler selbst Champion mit dem SCB, über die Finalserie, die abgelaufene Saison, Erfolgstrainer Kari Jalonen und die Zukunft.



Alex Chatelain über ...

... den Final gegen Zug:

«Es war eine ganz enge Serie. 4:1 sieht auf dem Papier deutlich aus, aber das war es überhaupt nicht. Wir mussten auch im letzten Spiel wieder bis am Ende kämpfen. Es benötigte sicher auch das nötige Glück, aber es war auch im letzten Spiel wieder eine grossartige Leistung der Mannschaft.»

So feierte der SCB:

... das Auf und Ab in den Playoffs:

«Die Spannung nach der Qualifikation aufzubauen für die Playoffs, ist ein Punkt, der manchmal unterschätzt wird. Qualifikation und Playoffs sind einfach zwei völlig andere Paar Schuhe. Wir sind dieses Jahr in keine der drei Playoff-Serien gut gestartet. Natürlich hat man nach gewissen Spielen manchmal Zweifel, aber mehr was das Resultat angeht und nicht die Leistung. Denn nicht nur in dieser, sondern auch schon in den letzten Jahren hat der Kern der Mannschaft immer wieder bewiesen, dass er da ist, wenn es darauf ankommt, und dass er eine Reaktion zeigen kann, wenn es nötig ist. Das ist der Mannschaft sehr, sehr hoch anzurechnen.»

... über den Vorwurf, Bern spiele langweiliges «Schablonen-Eishockey»:

«Das stimmt überhaupt nicht. Wer uns das vorwirft, der schaut nicht gut genug hin. Wir passten unser Spiel auch während der Playoffs immer wieder an, natürlich nicht in der Grundstruktur, aber in den kleinen Details. Wir fanden immer eine Antwort auf den Gegner. Wir machten einfach das, was es braucht, um zu gewinnen. Und um nur das geht es letztlich im Eishockey

Alex Chatelain, General Manager des SC Bern, spricht waehrend einer Vorsaison-Medienkonferenz des SC Bern, am Montag, 5. September 2016, in der Postfinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Seit November 2015 Sportchef des SCB: Ex-Spieler Alex Chatelain. Bild: KEYSTONE

... über die Chemie in der Mannschaft:

«Das ist ein grosser Erfolgsfaktor. Bei den drei Titeln war der Kern der Mannschaft stets derselbe. Die Charaktere dieser Spieler passen einfach zusammen. Wir haben eine extrem gute Gruppe, die nie nachlässt und sich jeden Tag gegenseitig fordert. Jeder verlangt vom Gegenüber, dass er jeden Tag Vollgas gibt und jeden Tag hart arbeitet, um am Ende zuoberst zu stehen.»

... über Trainer Kari Jalonen:

«Es war für ihn vor drei Jahren nicht ganz einfach, ein Team zu übernehmen, das soeben Meister geworden ist. Aber er hat von Anfang an die richtigen Worte und den richtigen Draht gefunden. Er gibt die Taktik vor, er sagt, was wir vom Gegner zu erwarten haben und wie wir spielen sollen, aber die individuelle Performance überlässt er jedem einzelnen Spieler. Das kriegt er enorm gut hin. Er hat nun schon so viele Titel in ganz Europa gewonnen, er hat einfach die Erfahrung, die es dafür braucht.»

abspielen

Die Kabinen-Party des SCB. Video: YouTube/MySports

... über die nachdrängenden Klubs im Schweizer Eishockey:

«Es ist nie selbstverständlich, Meister zu werden. Wir feierten nun in den letzten vier Jahren grosse Erfolge. Das wird vielleicht nicht immer so sein, auch wenn wir natürlich gerne weitere Titel nehmen würden. Zu Zürich, Lugano, Davos und uns sind neue Kräfte dazugekommen. Ich bin überzeugt davon, dass es in den nächsten Jahren einmal einen anderen Meister geben wird. Biel hat mit dem neuen Stadion gut vorwärts gemacht, Lausanne oder Freiburg ebenso. Und dann natürlich Zug. Das wird eine ausgeglichene Sache geben in den nächsten Jahren.»

... über Goalie Leonardo Genoni:

«Er hat grossartige Leistungen gebracht in den letzten drei Jahren. Auf ihn war Verlass, immer dann, wenn wir es gebraucht haben. Wir werden ihn vermissen.» (Genoni spielt ab der kommenden Saison beim EV Zug, die Red.) (ram/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Alle Schweizer Eishockey-Meister seit Einführung der Playoffs 1985/86

«Synchronisierte Filme sind eine Unart»

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Eismeister Zaugg

Chris McSorley vor dem Amtsantritt beim SC Bern

Die Verhandlungen zwischen SCB-Manager und -Mitbesitzer Marc Lüthi (59) und Chris McSorley (58) stehen vor dem Abschluss. Noch vor Mitte Februar soll der charismatische Kanadier seine Arbeit beim SC Bern aufnehmen. Nicht nur als Sportchef.

Die Gewährsleute aus dem Inneren des grössten Hockeyunternehmens im Land melden: Marc Lüthi und Chris McSorley haben sich in den wesentlichen Punkten (Salär, Aufgabenbereich) geeinigt. Wenn die beiden erfolgreichsten und charismatischsten Hockey-Macher der letzten 20 Jahre tatsächlich zusammenspannen, dann wird die Liga gerockt.

Der SCB-Chef hat inzwischen den Handlungsbedarf in der Sportabteilung erkannt. Aus den innersten SCB-Machtzirkeln wird berichtet: Chris McSorley wird neuer Sportchef und …

Artikel lesen
Link zum Artikel