Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
A security guard wearing a mask as a precaution against the new coronavirus stands at the Bombay Stock Exchange (BSE) building in Mumbai, in Mumbai, India, Monday, March 16, 2020. For most people, the new coronavirus causes only mild or moderate symptoms. For some, it can cause more severe illness, especially in older adults and people with existing health problems. (AP Photo/Rafiq Maqbool)

Bild: AP

Analyse

Kommt nun die Finanzkrise? Bereits 17 Billionen Franken an den Börsen vernichtet

Die Zentralbanken fahren ihr schwerstes Geschütz auf. Trotzdem crashen die Finanzmärkte weltweit.



Rund um den Globus versuchen Staatsoberhäupter und Zentralbanker, die Menschen zu beruhigen mit dem Argument: Die aktuelle Krise sei eine Gesundheits- und keine Finanzkrise. Panik an den Börsen sei daher fehl am Platz. Sobald das Coranavirus verschwunden sei, würden auch die Kurse V-artig wieder in die Höhe schiessen.

Der Erfolg dieser Botschaft ist überschaubar. Nach einem Wochenende, welches das Leben der Menschen in grossen Teilen der Welt über Nacht auf den Kopf gestellt hat, herrscht an den Börsen nackte Panik.

Wie dramatisch die Lage ist, zeigen ein paar ausgewählte Zitate aus der «Financial Times», einem führenden Wirtschaftsblatt, das nicht für Sensationsmache bekannt ist:

«Die Fed (US-Notenbank) hat alles aufgeboten, was sie hat. Sollte dies das Ende der Aktionen der Zentralbanken bedeuten, dann bedeutet dies, dass wir nun auf uns allein angewiesen sind.» (Seema Shah, Chefstratege von Principal Global Investors)

«Was heute wie eine unausweichliche Rezession aussieht … könnte sich bald in eine Depression auswachsen.» (Joachim Fels, Global Adviser von Pimco, einem führenden Bond-Händler)

«Die Zentralbanken kennen keine Grenzen mehr. Das zeigt, wie ernst die Lage geworden ist. Wir haben nun in allen OECD-Ländern Null-Prozent-Leitzinsen. Das zeigt, wie wenig Munition sie noch haben.» (Torsten Slok, Chefökonom bei Deutsche Bank Securities)

Schon vor dem Wochenende befanden sich die Aktienkurse in einem Bärenmarkt, will heissen, 20 Prozent und mehr unter ihren Höchstkursen. Das bedeutet, dass weltweit rund 17 Billionen Franken (nicht Milliarden) Franken vernichtet worden sind. Zum Vergleich: Das entspricht fast dreissig Mal dem Bruttoinlandprodukt der Schweiz. Mehr als die Hälfte davon entfallen dabei auf die US-Finanzmärkte.

Heute hat sich dieser Betrag nochmals deutlich erhöht: In Asien stürzten die Aktienmärkte in die Tiefe. Bei uns gab der SMI gegen sieben Prozent nach. In den USA stürzte der Dow Jones um knappe 10 Prozent ab - das sind über 2000 Punkte.

Die aktuelle Situation ist tatsächlich anders als 2008. Damals liess eine Krise des Finanzsystems die Börsen crashen. Diesmal kommt der Schock von der realen Wirtschaft. Weil dabei die USA und China, die beiden grössten Volkswirtschaften der Welt, betroffen sind, rast dieser Schock um den gesamten Globus.

epa08296853 A view of digital market boards at the Australian Stock Exchange (ASX) in Sydney, Australia, 16 March 2020. The ASX dropped more than 7 percent at the opening of trade as concerns over the coronavirus and COVID-19 pandemic grow.  EPA/JAMES GOURLEY AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Hat es besonders übel erwischt: Die Börse in Australien. Bild: EPA

Die jüngsten Daten sind dabei wenig ermutigend. In China leidet die Wirtschaft deutlich mehr als bisher angenommen. Der Detailhandel ist rund ein Fünftel zurückgegangen, die Industrieproduktion um 13, 5 Prozent. Weil die Nachfrage in den westlichen Staaten massiv schrumpft, muss China nach einem Angebots- nun auch einen Nachfrageschock verkraften.

In den USA hat sich die Lage innert kürzester Zeit ebenfalls dramatisch verschärft. Wie bei uns werden Events abgesagt, Kinos, Theater und Restaurants geschlossen. Selbst Disneyland hat den Laden dicht gemacht.

Gary Cohn, Trumps ehemaliger Wirtschaftsberater, erklärt deshalb, das Land befinde sich bereits in einer Rezession. Die Ökonomen der Investmentbank Goldman Sachs gehen davon aus, dass die amerikanische Wirtschaft im ersten Quartal nicht wachsen und im zweiten Quartal schrumpfen wird.

Eklatante Führungsschwäche verschärft das Problem zusätzlich. Trumps Rede an die Nation in der letzten Woche war katastrophal. Sein Auftritt auf dem Rasen vor dem Weissen Haus schien die Finanzmärkte kurzfristig zu beruhigen.

Nun hat sich jedoch herausgestellt, dass der Präsident einmal mehr arg geflunkert hat. Auch der Auftritt der Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, hat mehr Schaden als Nutzen angerichtet.

Als wäre dies nicht genug, sorgen Nebenschauplätze für zusätzliche Irritationen. Ausgerechnet jetzt liefern sich Russland und Saudi-Arabien einen Ölkrieg, etwas, was die Welt derzeit so nötig hat wie einen Kropf. Weil sich Italien kaum allein aus dem wirtschaftlichen Sumpf befreien kann, droht in Europa ein Comeback der Eurokrise.

Zu Recht haben die Experten bisher darauf hingewiesen, dass die Banken sich in einer viel robusteren Verfassung befinden als 2008. Trotzdem drängt sich die bange Frage immer stärker auf: Wie lange wird es noch dauern, bis es zu einer Finanzkrise kommt?

epa08228291 (FILE) - A Boeing 737 Max is on display at the Farnborough International Airshow (FIA2018), in Farnborough, Britain, 17 July 2018 (reissued 19 February 2020). Boeing on 19 February 2020 said they had found what the company callls 'Foreign Object Debris' inside the fuel tanks in wings of built but not delivered Boeing 737 Max airplanes. Boeing said the 'finding led to a robust internal investigation and immediate corrective actions in our production system'.  EPA/ANDY RAIN *** Local Caption *** 55570479

Hat seine Kreditlinien beansprucht: der Flugzeughersteller Boeing. Bild: EPA

Die Anzeichen dafür mehren sich. So hat beispielsweise Boeing inzwischen seine gesamte Kreditlinie von 13,8 Milliarden Dollar bei den Banken in Anspruch genommen. Wegen selbstverschuldeter Fehler mag Boeing eine Ausnahme sein. Vermehrt folgen jedoch auch andere Unternehmen diesem Beispiel.

Die tiefen Zinsen der letzten Jahre haben dazu geführt, dass die Verschuldung der Unternehmen und der privaten Haushalte neue Rekordhöhen erklommen hat. Die Frage, wie lange das Finanzsystem diesen Schulden-Tsunami noch in Zaum halten kann, ist daher zum Elefanten in der Stube der Investoren geworden.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Grippe und Covid-19 im Vergleich

«Bleiben Sie zuhause»: Unispital-Prof erklärt zusammengefasst, was jetzt angesagt ist

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

63
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
63Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Turicum04 18.03.2020 09:47
    Highlight Highlight Die Wirtschaft darf nicht mit unnötigen Mrd. geschützt werden! Wir müssen unsere Resourcen andersweitig einsetzen: z.Bsp. in das Sozialwesen, spez. in die Migration: 80% der Geflüchteten in der Schweiz sind dringend auf Hilfe angewiesen!
  • Der Kritiker 17.03.2020 18:38
    Highlight Highlight Ich frage mich, wozu die Notenbanken noch mehr Geld in ein System pumpen, welches nur je diese Höhen erreichen konnte, weil schon zuvor seitens derselben extrem viel Zaster in den gesamten Luftballon geblasen wurde. Und wer hat am Ende den Zampano gemacht? Die Pensionskassen Warren's nicht, die Schweizer Banken auch nicht (deren Aktienkurse sprechen eine unmissverständliche Sprache), wer also profitiert und wird von den Notenbanken auf Kosten unser aller subventioniert?
    • cdrom 17.03.2020 21:55
      Highlight Highlight Die Superreichen
    • Der Kritiker 18.03.2020 09:21
      Highlight Highlight cdrom, das ist pauschalisiert. Ich möchte facts sehen, da ist mehr dahinter. das will ich sehen, das macht guten journalismus aus. das fehlt heute auf der jagd nach kleinen, unbedeutenden geschichten und skandälchen. diese 500'000er trades von hiltebrands ex waren damals schon peanuts, da ging's um mehr. und das gilt es herauszufinden.
  • Privilecheese 17.03.2020 17:40
    Highlight Highlight Noch etwas, dass wir aus solchen Krisen lernen: Share-Buybacks von Firmen gehören weltweit verboten. American Airline hat 96% des freien Cash-flows für Aktien-Rückkäufe ausgegeben in den letzten 10 Jahren. Jetzt müssen sie vom Staat gerettet werden, aber haben so jahrelang die Manager und Aktionärsziele erreicht.
    Das ist wie wenn ich mir jedes Jahr selbst eine fette Gehaltserhöhung geben würde und die Kosten dafür von meinen Steuern absetzen will.
  • Gabriel848 17.03.2020 07:16
    Highlight Highlight Also denn, gönge mir alli go Aktie ikaufe für unsr Portfolio.
  • der prophet 17.03.2020 00:51
    Highlight Highlight seit zwei jahren endlich einmal ein bericht von herrn löpfe den ich zu 100% gut finde.
  • Nuscheltier 16.03.2020 23:25
    Highlight Highlight Wenn Sie hier ähnlich richtig liegen wie mit dem "Trump-übersteht-die-4-Jahre-nicht" Mantra, mache ich mur keine Sorgen ;)
  • Smeyers 16.03.2020 20:49
    Highlight Highlight Nicht vergessen, alle die auf sinkende Börse gesetzt haben haben jetzt richtig CASH 🤑 gemacht!

    Aber eben das ist Buchgeld, wichtig ist was jetzt in der Realwirtschaft passiert. Das ganze sollte am 19. April vorbei sein.
    • Smeyers 17.03.2020 19:12
      Highlight Highlight Zugegeben den effektiven Schaden werden wir erst später sehen. Aber die Realwirtschaft muss jetzt mal 1 Monat durchhalten.
    • cdrom 17.03.2020 21:58
      Highlight Highlight 19. April 2021? 2022? 2023? ...
  • Bruno Wüthrich 16.03.2020 18:59
    Highlight Highlight Vernichtet? Was heisst vernichtet? Wurden Geldscheine im Ofen verbrannt und ist gleichzeitig die Druckerpresse ausgestiegen?

    Hier geht es um Wertpapiere. Und die werden einfach deutlich anders (niedriger) bewertet. Allerdings mit möglicherweise drastischen Folgen für deren Inhaber, vor allem dann, wenn diese als Absicherung für Kredite herhalten mussten.

    Es ist ein Kreuz: Von der Börsenspekulation profitieren nur die Spekulanten. Doch wenn es an der Börse abwärts geht, trifft es auch diejenigen, die nicht spekulieren.

    Man sollte der grenzenlosen Spekulation künftig Grenzen setzen.
    • Share 17.03.2020 15:55
      Highlight Highlight Nänä, diese Wertpapiere spiegeln die Renditen. Ein gewichtiger Grund für die Vernichtung von von 17 Billionen, die nie in der Bevölkerung angekommen sind. Werden diese Renditen nun nicht mehr erreicht und die Möglichkeiten der Staatshilfe ausgeschöpft, wird das ein jeder Arbeitnehmer bemerken und die Bevölkerung wird zitronenmässig ausgepresst, der Sozialstaat erpresst, dass er kollabieren wird. Eine der ersten Meldungen in der zweiten Februarwoche war das Rating der Schweiz.
    • Share 17.03.2020 15:56
      Highlight Highlight AAA+
      Da hilft nur noch spekulieren. Die Datenwirtschaft, und jetzt schenkt es so richtig ein, der Mehrwertsteuer eines jeden Staates zu unterstellen.
      Interessanterweise war zur Diskussion des Grundeinkommens die Planungssicherheit kein Thema. Jetzt dürfte es auch der Letzte begriffen haben.
    • Share 17.03.2020 17:38
      Highlight Highlight AAA+
      Da hilft nur noch spekulieren. Die Datenwirtschaft, und jetzt schenkt es so richtig ein, der Mehrwertsteuer eines jeden Staates zu unterstellen.
      Interessanterweise war zur Diskussion des Grundeinkommens die Planungssicherheit kein Thema.
      Jetzt dürfte es auch der Letzte begriffen haben.
  • der prophet 16.03.2020 18:15
    Highlight Highlight schon gut wenn die reichen geld und somit an macht verlieren.
  • Thadic 16.03.2020 17:12
    Highlight Highlight Hätte man dieses Geld in Solaranlage installiert wären die Hälfte unserer Dächer mit dieser sinnvollen Investition ausgerüstet. An diesem herrlichen Tag (rein meteorologisch) hätte sie ungeachtet der Börsenkurse Strom produziert. Und b itte kommt jetzt nicht mit dem Argument dass man Solarstrom nicht speichern kann, dass darf die schweiz mit den vielen Speicherkraftwerke nicht sagen.
    • Auric 16.03.2020 21:24
      Highlight Highlight doch jeder der rechnen kann darf, nur die die nicht rechnen können die sagen halt im schlimmsten fall was ihnen die Marxisten eingeflötet haben
    • Thadic 16.03.2020 22:15
      Highlight Highlight @Auric: ich verstehe nicht wirklich, was sie sagen wollen. Ich bin kein Marxist und finde Kommunismus einen plumpen Versuch die extreme Ungleichverteilung auszugleichen. Geld ist eine wunderbare Erfindung, welche uns den Tauschhandel erspart und hilft den Wert von Waren und Dienstleistungen zu vergleichen. Aber es ist an uns Menschen zu entscheiden, ob wir weiterhin wollen, dass unsere Zahlungsmittel auch verwenden darf um aus Geld noch mehr Geld zu machen.
    • Auric 17.03.2020 00:00
      Highlight Highlight Was ich sagen will?

      Nun für eine Solare Energieversorgung sind wir vil zu weit im Norden und haben viel zur viel Jahreszeiten und Industrie, diejenigen die uns das gegen jede Logik und gegen die Physik aufdrücken wollen sind alles ehemalige Marxisten
    Weitere Antworten anzeigen
  • Skeptischer Optimist 16.03.2020 16:53
    Highlight Highlight “ Bereits 17 Billionen Franken an den Börsen vernichtet”


    Vielleicht sollte sich der Journalist auch mal fragen, ob die “vernichteten” Billionen immer nur imaginär waren.
  • Meyer Andrej 16.03.2020 16:44
    Highlight Highlight Wenn die Raiffeisen über den Jordan geht, weil plötzlich viele süsse Häuschen auf dem Markt landen, also nicht der SNB Chef, dann wird es richtig hässlich. Eine Bereinigung war schon lange notwendig, die Virusgeschichte wird das regeln.
  • Glenn Quagmire 16.03.2020 15:44
    Highlight Highlight man kann Krisen auch herbeischaffen indem man möglichst viel darüber schreibt
  • Badummtsss 16.03.2020 15:35
    Highlight Highlight Naja, die Börse ist aktuell wieder auf dem Stand von 2013.. Die letzte Jahre stieg diese rasant an, durch Geld welches eigentlich gar nicht existiert. Der Kollaps wird wahrscheinlich durch die panischen Verkäufe der kleinen Investoren verursacht. Schlussendlich werden die grossen wieder profitieren.
    Ist klar das dies irgendwann passieren musste egal aus welchem Grund.
    • buffettino 16.03.2020 16:55
      Highlight Highlight Es tut mir leid, aber ich muss hier widersprechen. Ich nehme mal den MSCI All Country World Index zur Hand, also einer der breitest diversifizierten Aktienindices überhaupt, um "die Börse" zu beurteilen. Der Index ist jetzt irgendwo im Bereich, wo er im Dezember 2018, wahrlich auch eine schwache Phase, war. Das wiederum ist etwa so tief wie er mitte 2017 stand. Im Jahr 2013 war er einiges tiefer, grob 50% unter den jetzigen Tiefs.
    • bebby 16.03.2020 21:08
      Highlight Highlight Und jetzt rechne mal die USA aus dem msci world heraus und dann bleibt eben doch nur eine Null übrig...unterdessen handeln viele Unternehmen auf dieser Welt zu Buchwerten oder gar darunter. Mit Ausnahme von Amazon et al.
  • Raphael Stein 16.03.2020 15:25
    Highlight Highlight Das war die Analyse was jetzt gerade passiert. Danke.

    Wäre es vermessen zu behaupten, dieser Virus ist der Auslöser von Problemen die leider seid 2008 weitgehend gefördert wurden?


  • psFTW 16.03.2020 15:18
    Highlight Highlight Geil wie er extra erwähnt, dass es sich diesesmal tatsächlich um Billionen und nicht wie sonst immer un Milliarden handelt🤣
  • Stinkstiefel 16.03.2020 15:14
    Highlight Highlight "Ausgerechnet jetzt liefern sich Russland und Saudi-Arabien einen Ölkrieg, etwas, was die Welt derzeit so nötig hat wie einen Kropf."

    Weshalb sollte das für [die Welt] ein Problem sein? Für Öl fördernde Staaten ist das eine absolute Katastrophe, für alle anderen Staaten (darunter die Schweiz) wird der Effekt eher positiv ausfallen. Zumindest wenn man davon ausgeht, dass es nicht die komplette Weltwirtschaft zerlegt und sowieso niemand mehr Öl nachfragt.
  • Gipfeligeist 16.03.2020 15:14
    Highlight Highlight 17 Billionen klingt viel, aber imaginäres Geld kann man digital um einige Nullen verlängern. Dieses Geld hat es also nie gegeben.

    Ich streite jedoch nicht ab, dass die Volkswirtschaft & der Konsum enorm einbricht. Ich sehe hier jedoch eine einmalige Chance, unsere Wirtschaft sozial und ökologisch Verträglich wieder aufzubauen!
    • Ilovepies 16.03.2020 15:31
      Highlight Highlight Das Gegenteil wird passieren. Im Zuge der Erholung wird auf alles gepfiffen, was irgendwie den möglichst raschen Aufbau behindern würde. Glaub keine Sekunde daran, dass sich der Mensch hier neu erfinden wird. Dieses Virus hat für viele Jahre den Öko-Trend gekillt.
    • K1aerer 16.03.2020 15:58
      Highlight Highlight Ja klar oder?! Nach einigen Monaten wird man sofort alles wie gehabt hochfahren, danach interessiert es leider kein Mensch mehr. Der Mensch ist einfach ein Gewohnheitstier.
    • Klaus07 16.03.2020 16:40
      Highlight Highlight Es kommt immer darauf an, zu welchem Zeitpunkt die Aktien gekauft wurden. Bei so einem Absturz wird auch Reales Kapital vernichtet und nicht nur Buchgeld.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 16.03.2020 15:13
    Highlight Highlight Die Nationalbanken können so lange fluten, wie sie wollen, aber es wird wenig nützen, weil das Problem die fehlende Nachfrage und den damit fehlenden Aufträgen durch des Coronavirus zusammenhängt.

    Im Moment ist es ja sogar so, dass diese offenen Fluttore die Investoren verunsichern, weil solche drastischen Notmassnahmen nur getätigt werden, wenn einzelne Brände zum Flächenbrand werden.
  • Moudi 16.03.2020 15:11
    Highlight Highlight Klar kommt es zu einem Kollaps, mit diesen hirnrissigen massnahmen! Und zwar in nie dagewesenen Ausmass! Hätten wir bei der sars Schweine Vogel Grippe usw.. auch den ganzen Wirtschaftsapparat und die rechtssicherheit runterfahren sollen?
    • mrmikech 16.03.2020 15:25
      Highlight Highlight Ach komm, system war eh schon am arsch, mit oder ohne viren.
    • SeboZh 16.03.2020 15:33
      Highlight Highlight Nein, da sich diese Krankheiten nicht annährend so schnell verbreitet haben, musste man damals nicht die ganze Wirtschaft runter fahren
    • Stinkstiefel 16.03.2020 16:05
      Highlight Highlight Wir werden das noch böse bereuen!

      Darf man aber im Moment nicht sagen, sonst wird man vom Lockdown-Mob niedergeschrien ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 16.03.2020 15:03
    Highlight Highlight Was die Börse verliert ist eine Sache, was die Menschen an Geld, Löhnen, Arbeitsplätzen verlieren ist eine andere.
    Wir haben über Jahre x Billionen Franken Zunahme erlebt ohne dass es wirklich mehr für die Bevölkerung gab. Also darf man es nicht dramatisieren, wenn ein Teil von der Billionenzunahme heute nicht mehr zu Buche steht. Wichtig ist dass die Menschen genügend Geld im Umlauf haben, nicht dass ein UN heute plötzlich 30% weniger Wert ist.
    Was uns belasten wird sind die Unternehmen die Arbeitsplätze abbauen werden oder gleich ganz die Segel streichen und die sind kaum an der Börse.
    • Meyer Andrej 16.03.2020 16:45
      Highlight Highlight Hast Du eine PK also auch dein geld.
    • FrancoL 16.03.2020 17:12
      Highlight Highlight Ich habe eine PK, die einen gewissen Teil in Aktien hat. Doch diese Aktien sind nicht durch eine Momentaufnahme zu betrachten, dies war auch bei einer hohen Börsennotierung so und wird es auch bei einem momentanen Verlust nicht sein.
  • mrmikech 16.03.2020 14:56
    Highlight Highlight Dieses Kartenhaus was wir wirtschaft nennen ist eh am ende. Warum akzeptieren wir ein Casinofinanzsystem? Es gibt genug zu essen, genug zu tun, genug zu geniessen. Warum soll alles dazu führen das einige immer reicher werden? Blödsin, zeit für etwas besseres!
    • Toerpe Zwerg 16.03.2020 16:34
      Highlight Highlight Ja was denn?
    • mrmikech 16.03.2020 19:11
      Highlight Highlight @Toerpe Zwerg & Adam Smith: PS diese Krise wird wahrscheinlich Monate dauern, und zeigen das der kaiser - unser finanzsystem - keine kleider trägt. DASS wird das system ändern, nicht eure nutzlose meinungen.
    • cdrom 17.03.2020 21:53
      Highlight Highlight Das wussten schon die alten Römer.
      Brot und Spiele.
  • Der Buchstabe I 16.03.2020 14:56
    Highlight Highlight Wenn die Medien weiterhin Panik verbreiten, dann kann dss durchaus passieren.
    • Toerpe Zwerg 16.03.2020 16:37
      Highlight Highlight Inwiefern wird Panik verbreitet?
    • Der Buchstabe I 16.03.2020 16:58
      Highlight Highlight Jeden tag wird berichtet, wie die kurse absacken und wie wir in eine krise schlittern könnten.
    • Toerpe Zwerg 16.03.2020 19:27
      Highlight Highlight Ist ja so.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MGPC 16.03.2020 14:52
    Highlight Highlight Tja, Geld kann mann halt immer noch nicht essen. Besonders das, dass nicht existiert.
    • Fandall 16.03.2020 17:28
      Highlight Highlight Noch schlimmer: mit der virtuellen Kohle kannst dir nicht mal den Arsch abwischen...
  • Stefan Morgenthaler-Müller 16.03.2020 14:48
    Highlight Highlight Man kann 17 Billionen Franken auch drucken, kostet wahrscheinlich wenige Hundertausend Franken.

    Es geht da um viel tiefgreifendere Veränderungen in der Wirtschaft. Eine Krise eröffnet für viele Unternehmen Chancen, z.B. kann man günstig ein anderes Unternehmen kaufen, sich Marktanteile sichern, usw.
  • Pitsch Matter 16.03.2020 14:47
    Highlight Highlight Das System ist leider am Ende, der Coronavirus ist der Auslöser und nicht der Grund. Uns steht leider die grösste Finanzkrise bevor, die es jemals gab. Ich habe meine Vorkehrungen getroffen und meine Finanzen so gut wie möglich in Sicherheit gebracht, sogut dies überhaupt möglich ist.
    • Toerpe Zwerg 16.03.2020 16:37
      Highlight Highlight Der mit der Glaskugel ...
    • bebby 16.03.2020 21:22
      Highlight Highlight Pitsch war also short und jetzt reich?
  • Franz v.A. 16.03.2020 14:47
    Highlight Highlight Klar, nun lassen sie alles fallen, kaufen dann billigst die Aktien auf, um nach der Corona Krise scheffeln zu können.
  • I don't give a fuck 16.03.2020 14:43
    Highlight Highlight vernichtet?

Interview

«96 Prozent der Frauen in unseren Zentren auf Lesbos sind Opfer sexueller Gewalt»

Raquel Herzog ist Gründerin einer NGO, die auf Lesbos und in Athen ein Tageszentrum für Frauen auf der Flucht betreibt. Im Interview erklärt sie, wieso Frauen, die im Lager Moria lebten, besonders auf Unterstützung angewiesen sind und wie es um die aktuelle Lage auf Lesbos steht.

Frau Herzog, vor ein paar Wochen erreichten uns Bilder vom brennenden Camp Moria. Wie ist die Situation auf Lesbos jetzt? Raquel Herzog: Im neu aufgebauten Lager sind bereits 9000 Menschen untergebracht. Währenddessen ist die schweizerische humanitäre Hilfe vor Ort. Sie sorgt sich um die Trinkwasserversorgung.

Wie sind die Bedingungen in den neuen Lagern? Es gibt 37 Toiletten. Ich bezweifle, dass es im neuen Lager ein Abfallkonzept gibt. Zudem …

Artikel lesen
Link zum Artikel